fw-diary-headerÜber die Berliner Fashion Week scheiden sich die Geister: Während Kritiker gern behaupten, dass dies eine unnötige Veranstaltung mit schlechten Prominenten wäre, von der die Designer eh nicht leben können, denken andere eher an glamouröse Modeleute, teure Kleider, rote Teppiche und Blitzlichtgewitter. In beiden Ansichten finden sich so ihre Wahrheiten und Unwahrheiten aber das ist ein völlig anderes Thema. Ich jedenfalls mag die Fashion Week, seit ich 2009 zum ersten Mal da war. Irgendwas brisantes erlebt man da immer!
Und weil so manch einer auch gar keine Vorstellungen davon hat, wie es bei der Fashion Week so ist, nehme ich euch jetzt und hier ein bisschen mit. Aber Achtung: Nicht auf die ganze Fashion Week, denn die besteht ja aus einer Vielzahl von Veranstaltungen, Messen und natürlich Partys. Und da ich ja auf der Fashion Week als Autorin für’s Superior Magazin tätig war, habe ich es natürlich nicht geschafft alles zu besuchen.
IMG_4029fw-outside-1Ich könnte an dieser Stelle so einige Geschichten erzählen: Vom manchmal einsamen Dasein als Redakteur, wenn man außer LapTop und Notizbuch keine Freunde hat und alleine inmitten lauter quasselnder Menschen hockt. Von Menschen, die gern ‚Wer‘ wären und die es scheinbar vollkommen erfüllt sich jeden Tag vor der Wand mit den Sponsoren Logos auf dem roten Teppich zu fotografieren. Oder von mehr oder minder wichtigen Prominenten. Vom Finden neuer Freunde am Sektstand. Von Boris Beckers Tochter. Und natürlich von Kleidungsstücken, so schön, dass man nicht weiß woher man eigentlich das viele Geld dafür nehmen soll.
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TAG 1
Montagmorgen. 1.23 Uhr: Ich schleiche durch die Wohnung und schiebe Kleidungsstücke auf dem Boden hin und her, gucke was zusammenpasst. Checke was angezogen gut aussieht. Irgendwie sieht alles so Larifari aus. Nichts zum Anziehen, pünktlich zur Fashion Week, na Glückwunsch Vickie. Manche Dinge ändern sich eben nie.

Montagmorgen, kurz nach Sieben: Zu wenig Schlaf, kein Kaffe. Im Radio werden Minus Vier Grad angesagt. Zu kalt, ich bleib Zuhaus. Zwei Strumpfhosen, ein paar Overknee-Strümpfe und ein Woll-Cape später habe ich also doch noch schnell ein Outfit zurechtgebastelt. Auf in die Kälte, auf zum Fashion Week Zelt, dieses Jahr eher ein Fashion Week Kubus. Sah schon mal schöner aus.
IMG_4143fw-phone-while-show-3In der ersten Show, von Charlotte Ronson, sind die Bänke teilweise noch leer, die Modemenschen schlafen noch. So völlig verpennt verwundert es auch fast niemanden, dass Charlotte Ronson luftige Sommerkleider zeigt, obwohl eigentlich Herbst/Winterkollektionen gezeigt werden. Aber trotzdem hübsch, mit Mintfarben kann man mich eben begeistern. Danach sehe ich für mein Empfinden zu Prollig-trashige Sachen bei Sadak und wunderbar Lässiges, sowie einen schönen Mann bei Odeur. Das Zelt füllt sich und gibt es Klatsch&Tratsch und ein paar Lästereien, bevor ich mit dem Mercedes Shuttle zur Premium und von dort aus nach Hause fahre, um mich mit Jogginghose und Laptop auf’s Sofa zu setzen, schließlich wollte ich die Modewoche ja entspannt angehen.

TAG 2
Fast den ganzen Tag im Zelt. Anstrengend. Zum Glück begann mein Tag mit der Show von Lena Hoschek, wer mich kennt weiß um meine Leidenschaft. Ich war zunächst etwas besorgt, da mir die letzten beiden Kollektionen nicht so zugesagt haben, doch Kollektion&Präsentation von „L’Heure Bleue“ waren super! Etwas ruhig, ein bisschen Swing, wunderwunderschöne Sachen und ein Hochzeitskleid, dass alle Frauen im Publikum seufzen ließ; ich glaube dazu werde ich noch mal einen extra Beitrag machen.
Danach habe ich noch die Shows von Barre Noire, Rebekka Ruétz, Anne Gorke, Riani und Dimitri besucht. Und zwischendurch gab es sogar noch etwas Warmes zu essen, das schaff ich sonst meist nicht. Aber ich brauchte was im Magen, schließlich hatte ich nach einem halben Glas Sekt schon einen Schwips.
IMG_4073 IMG_4069fw-lena-hoschek-2 Bei Riani debütierte Anna Ermakova, das Besenkammerkind von Boris Becker, als Model und spazierte mit einem überdimensionierten Pudel über den Laufsteg.anna-ermakova-pudel

IMG_4145fw-riani-showIMG_4170fw-colour-concurrenz-2!Die Zahl an mehr oder minder wichtigen Promis stieg schon vor der Show rasant, angeblich war sogar Liz Hurley da – aber da war ich gerade essen. Dafür trug Olivia Jones ihre Haare ebenfalls in Rosa, und zeigt somit was echter Stil ist. Nach einem ganzen Tag in meinem doch etwas eng gewordenen Lena Hoschek Kleid und hohen Schuhen, Rumgerenne- und Rumsteherei, Warterei und Schreiberei zählte ich wohl zu den glücklichsten Mädchen der Stadt, als ich mich spät Nachts im Schlabber-Schlafanzug ins Bett kuscheln konnte.
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8 Kommentare zu „Follow Me To Fashion Week! Teil 1

    1. Oh das ist süß, Danke!
      Ich arbeite dran! Teil 2 kommt noch und vielleicht kommt nächste Woche auch noch ein Bericht über die „V Delicious“ – eine Vegetarisch/Vegane Messe – mal sehen ob es da auch etwas Spannendes zu erzählen gibt! 😉

  1. Liebe Vickie,
    vielen Dank für deinen Kommentar! Hat mich auch total gefreut, dich zu treffen! Bleiben wir doch einfach in Kontakt 🙂 Ich folge dir einfach gleich mal auf Instagram 🙂
    Und: toller Bericht!! Ich finde die meisten auch langweilig, aber deiner ist mal anders und liest sich super!
    Ich werde auch einen persönlichen schreiben. Sonst liest man überall nur dasselbe… :))
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

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