Ich habe mir ja vorgenommen, ruhiger zu werden und auf der Suche nach meiner inneren Ruhe bin ich nun erstmal über den Punkt ‚Selbstfürsorge‘ gestolpert.
Eigentlich sollte man nicht erst ein Hirn-Aneurysma haben um sich darüber klar zu werden, dass man auch mal an sich denken und sich gut um den eigenen Körper & Geist kümmern sollte!
Doch was so selbstverständlich klingt, wird häufig vergessen. Viele Menschen erlauben sich es eben nicht für sich zu sorgen. Lieber hetzen wir unserem Alltag hinterher, versuchen meist viel zu hohen Anforderungen gerecht zu werden und wollen die (vermeintlichen) Erwartungen Anderer/Außenstehender erfüllen. Wir streben nach einem Perfektionismus, der uns gerne mal vergessen lässt, dass wir uns gefälligst auch mal um uns kümmern müssen!
Und bevor ich an dieser Stelle großartig rumschwafel, präsentiere ich hiermit meine garantiert Vickie-geprüften easy-peasy Anregungen, wie man sich selbst schnell und unkompliziert ein bisschen was Gutes tut! Die sind zwar nicht revolutionär, aber je öfter man sich solche Dinge ins Bewusstsein ruft, desto eher denkt man dran und setzt sie wirklich um. Sagt zumindest die weise Zen-Vickie. Wie auch immer, Los geht’s:

1. Atmen!
Ohne Sauerstoff können wir nicht existieren und außerdem ist er an so ziemlich allen wichtigen Körpervorgängen beteiligt: Denken, Nahrung verwerten und Bewegung. Frische Luft belebt nicht nur den Körper im Allgemeinen, sondern hilft auch dabei den Kopf frei zu kriegen, denn ein gut mit Sauerstoff versorgtes Gehirn kann viel besser denken und sich länger konzentrieren. Also: Atmen!

2. Trinken!
Oh jeh, jetzt bitte nicht abschalten, weil ich mit der Oma-Weisheit Nr. 1 komme, aber viel Trinken ist gottverdammt noch mal wichtig! Wasser ist für den Körper genauso wichtig wie Sauerstoff, schließlich bestehen wir hauptsächlich daraus und nur mit ausreichend Flüssigkeit bleibt unser Kreislauf in Schwung & Funktionstüchtig.

3. Musik an!
Soa, jetzt was Spaßiges: Lieblings-Musik aufdrehen. Laut. Und noch lauter mitsingen. Singen befreit. Und dazu Tanzen geht natürlich auch klar! Also, Schüttel‘ deinen Speck Baby!

4. Sich auf die Zubereitung des eigenen Essens konzentrieren.
Andere machen Yoga oder malen bunte Mandalas – ich schneide Gemüse. Das hat (für mich) eine meditative Wirkung. Und man hat am Ende auch noch etwas davon! 🙂

5. Dinge mal anders angehen.
Ich bin ein Fan von Routine und Ritualen, aber man sollte seine Gewohnheiten auch ab und zu mal ablegen und Neues zulassen. Einen anderen Weg zur Arbeit nehmen, das Gemüse mal anders schneiden oder verkehrt herum im Bett schlafen. Es gibt viele Möglichkeiten seinem alltäglichen Trott mal zu entfliehen und den eigenen Horizont zu erweitern.

6. Herausfinden was man will.
Ich bin/war sehr lange von den Anforderungen Anderer geprägt. Wenn jemand was von mir wollte, hab ich das gemacht, egal ob ich Zeit oder Lust hatte. Ich wollte/will so gern allen anderen alles Recht machen, dass ich darüber hinaus lange vergessen habe, was ich wirklich will. Was mir Spaß macht. Das Resultat war, dass ich nachdem ich krank geworden bin und weder Arbeit noch Uni, noch Sonstwem gerecht werden musste, erstmal in ein tiefes Loch gefallen bin. Lasst es nicht so weit kommen!

7. Lernen, auch mal Nein zu sagen.
Das ergibt sich quasi aus Punkt 6. Und ich weiß aus eigener Erfahrung bestens wie schwierig das ist. Aber ganz ehrlich: Es tut so verdammt gut Nein zu sagen! Also üben!

8. Akzeptieren, dass man nicht immer alles in der Hand hat.
Anders als bei Dingen, zu denen man entweder Ja oder Nein sagen kann gibt es Dinge die passieren. Ereignisse bei denen es total egal ist, ob man sie will oder nicht. Wir können Vieles beeinflussen, aber eben nicht alles!
In meinem Leben gibt es viele Dinge von denen ich mir wünsche, dass sie nicht passiert wären. Aber ich muss damit zurecht kommen und es hinnehmen. Und: Es gibt ja auch viele unbeeinflussbare Dinge die passieren und trotzdem total gut sind!

9. Happy Thoughts haben.
Wenn also mal wieder eine Katastrophe nach der anderen geschieht, empfiehlt es sich durchaus sich mal kaputt zu lachen. Über die Absurdität der Situation(en). Darüber, wie skurril, kurios und blöde das Leben manchmal daher kommt.
Positiv denken ist manchmal alles andere als leicht, aber nur negativ denken hat noch niemandem geholfen! Zur Hilfe gibt es haufenweise kluge Zeilen und Zitate im Internet, als Buch, Musik oder als Rat von der besten Freundin/Mutti/Omi.

10. Daran denken was gut gelaufen ist.
Ich bin manisch mit To-Do-Listen. Das Abhaken von erledigten Dingen macht mich glücklich. Dachte ich jedenfalls immer. Und so lebte ich lange nur für meine To-Do-Listen, habe immer und immer wieder neue gemacht und bin aus meinem Stress-Kreisel gar nicht mehr raus gekommen. Dumm. Seit einer Weile schreibe ich DONE-Listen, also Listen mit den Dingen, die ich geschafft habe und das fühlt sich tatsächlich viel viel besser an! Und auch sonst hilft es einfach viel mehr, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die gut gelaufen sind als sich daran zu klammern was alles schlecht war.

11. Kerzen anzünden.
Jahrelang habe ich Kerzen verschmäht und weiß nicht mal mehr warum. Ich glaube ich war zu geizig Geld für etwas auszugeben was ich niederbrenne. Dabei hat Kerzenlicht eigentlich immer eine positive Auswirkung auf Stimmung & Wohlbefinden.

12. Raus in die Natur.
Runter vom Sofa, weg vom Rechner, ab zur nächstgelegenen Grünanlage! Es wurde tatsächlich irgendwann und irgendwo wissenschaftlich bestätigt, dass das Draußen-Sein sich ganz wunderprächtig auf die Menschlein auswirkt. Klar: Sauerstoff, Bewegung, Bäume – da kann eigentlich nichts schiefgehen. Die Nähe zur Natur und das Grün von Busch&Baum sorgen für innere Ruhe und stimmen uns bewiesenermaßen fröhlich.
Aber bitte vorher die Kerzen zuhause auspusten! 🙂

13. Ins Selbst-Verwöhnen investieren.
Das liebe Geld mal nicht in die nächstbeste Billigklamotte, sondern für einen Wellness-Besuch (Massage!!) ausgeben! Oder für ein unverschämt gutes Essen. Oder für ’ne neue Frisur. Von mir aus auch einfach für eine Gesichtsmaske oder einen Nagellack. Sich einfach mal etwas gönnen, das Körper und Seele gut tut! Und sich die Zeit fürs eigene Verwöhn-Programm nehmen.

14. Ruhe.
Ich weiß das widerspricht dem Laute-Musik-Punkt, ist aber ebenso wichtig. Sich einfach mal Ruhe gönnen. Computer aus, Handy weg, kein Fernseher! Karl Lagerfeld hat das alles nicht und was macht er? Genau, großartige Sachen!
Auszeiten, bei denen wir nicht funktionieren oder erreichbar sein müssen und stattdessen einfach tun können was wir wollen geben Kraft, laden die Batterien wieder auf und machen den Kopf für eigene Ideen&Vorhaben frei.

15. Akzeptieren, dass manche Dinge eben ihre Zeit brauchen.
Ich bin so etwas wie die Ausgeburt der Ungeduld, denn wenn ich etwas will dann jetzt, hier und sofort. Und bitte schnellstmöglich!!
Dazu gesellen sich Gefühle, von denen ich befürchte, dass sie nie aufhören wollen oder werden. Doch die Zeit heilt alle Wunden. Ist so. Und egal ob es gute oder doofe Sachen sind, wichtig ist es, den Dingen die Zeit zu geben, die Sie benötigen!
selbstfürsorge-1

Die wichtigste Voraussetzung für eine funktionierende Selbstfürsorge ist es sich selbst zu erlauben, überhaupt für sich zu sorgen. Sich darüber klar zu sein, dass man selbst und die eigenen Bedürfnisse genauso zählen wie die Mitmenschen. Gibt es von mir genannte Dinge, die ihr bereits umsetzt? Und habt ihr noch weitere Anregungen? Lasst es mich wissen. Und passt auf euch auf!

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Ein Kommentar zu „Selbstfürsorge

  1. Ein sehr sehr schöner Beitrag und alles auf den Punkt gebracht. Ich denke viele Menschen setzen ihren Fokus einfach falsch – auch ich gehöre gerne mal dazu. Lieber reiße ich mir noch schnell ein Bein aus, um einem lieben Menschen einen Gefallen zu tun, anstatt auch mich zu hören und einfach mal abzuschalten. Nicht auf Dauerlauf zu stehen…:)

    Man sollte sich öfters mal auf solche „Regeln“ zurück besinnen 🙂
    Liebe Grüße
    http://www.rot-schopf.com

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