Okay, es gibt wahrscheinlich im Leben jedes Menschen so Zeiten wo alles einzustürzen scheint. (An die, die sowas nicht kennen: Glück gehabt!) Mein Leben spielt momentan jedenfalls die Paraderolle im totalitären Chaos.

Die Uni nervt, die Arbeit ruft, ständig wollen alle irgendwas. Und dann sind da diese blöden To-Do-Listen, die wohl niemals enden. 
Irgendwas abhaken macht mich schon lange nicht mehr glücklich, denn ich weiß, dass dieses ganze Gemache & Getue wohl nie ein Ende finden wird. Mein Kopf ist so voll – die drei Hirn-Aneurysmata bangen schon um ihren Platz. Die Wohnung sieht aus als wären gleich mehrere Bomben explodiert; ich freue mich jeden Morgen wenn ich noch einen sauberen Schlüppi finde (und frage mich nebenbei ob der einzige Lebensinhalt von Interior-Bloggern ist, dass die ihre leeren Wohnungen putzen und ihre drei Kupfervasen entstauben). Ich sehe meine Kassenbon-Kritzeleien als kreativen Erguss und die Oettinger-kaufenden Stammkunden schon als soziale Kontakte. Und überhaupt: Wer ist eigentlich diese Person mit dem zerknautschten Gesicht und den verquollenen Augen, die mir Morgens aus dem Spiegel entgegenblickt?
In der Uni soll neben dem ganzen üblichen Kram bis nächste Woche einen fertiger Text abgeliefert werden für den ich noch nicht mal ein Thema habe. Geschweige dennoch einen Protagonisten. Alles was ich habe ist eine aufkommende Erkältung und das sichere Gefühl, dass mein Körper mich aktuell auch nicht unterstützen will. Eher macht er sich davon, mit weichen Knien und einem Schwächegefühl All-Over. Alles tut weh. Na denn: Tschüss, Körper!
IMG_64412-lofi-agfaUnd das obwohl das Leben doch so schön ist. Diese liebenswerten Menschen, der Frühling, die Sonne auf der Haut. Und da ist der K(n)ackpunkt: Zwischen dem was ich gerne möchte und dem was ich tun muss liegen Welten. Ich suchte, ich schmachte nach Beruhigung, die Tabletten helfen längst nicht mehr. Mein Herz klopft laut und ich weiß nicht was es mir sagen will. So träume ich vor mich hin, mein Leben existiert scheinbar nur in meinem Kopf; Das Leben von Freiheit und Freiraum, das Leben mit der Möglichkeit Leistungen zu erbringen weil ich sie erbringen will. Das Leben, in dem ich die Wände der Stadt alle Rosa anmale oder mit dem Skateboard Richtung Sommer rolle, den Wind in meinen Haaren.
2-real-lifeIch bin noch da. Wozu? Um mich mit all dem Kram zu quälen?  Um jeden Tag deprimiert zu sein, weil mir die Zeit fehlt; mir die Zeit ständig von anderen genommen wird? Um verärgert darüber zu sein, dass alle Gedanken und Ideen meinen Kopf vielleicht nie verlassen werden? Ich mich nie (kreativ) ausleben kann? Ätzend. Wo ist sie, die Zeit für mich? Die Zeit, um Dinge zu erledigen, die ich wirklich machen will. Und wenn es nur aufräumen ist, eben weil ich es aufgeräumt haben will. Oder etwas Malen, weil ich eben Lust dazu habe.
Mit dem ganzen Herzen bei der Sache sein. Davon reden doch ständig alle. Doch wie macht man das denn bei all dem auferlegten Realitätsstress? Und wer hat schon Zeit für sich? Wer eine Lösung (oder ein bisschen Zeit) hat: Her damit, ich freu mich über dieses kostbare Gut!
1-reali-life

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Ein Kommentar zu „Drei Hirnaneurysmata und keen Bock…

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