Hello Hello!
Puuuh, schon 30 Wochen des Jahres um, bald ist wieder Weihnachten! Oh jeh! Also schnell mal auf die vergangene Woche zurückgeschaut…

Gedacht: Ganz ganz viel! Hier mal zwei Auszüge:

1. Mein Leben – Oh jeh! Ich hatte mir das in etwa so vorgestellt: Endlich, das 6. Semester fertig, der Sommer vor mir – Zeit zum Leben und chillen, Zeit zum Bloggen und Zeit um all die Tausend Dinge zu tun, die ich einfach gerne machen möchte – aber NÖ! Ich habe schneller einen Job bekommen als ich es überhaupt vor hatte (ich freue mich aber trotzdem ganz doll und werde demnächst berichten) und meine To-Do-Listen sind voller denn jeh. Während ich also Instagram und Facebook herzallerliebst meiden mag, weil ich dort ständig nur Bilder vom vermeintlich perfekten Leben der anderen zu sehen bekomme, könnte ich innerlich nur heulen, weil ich so viel zu tun habe. Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten, Kleinkram erledigen, die ollen To-Do Listen abarbeiten. Grillen im Park, Chillen mit Freunden oder mit dem Tretboot die Welt erkunden? Nix da! Und wie ich meine Neuerdings-Fernbeziehung nach Hamburg nebenher noch erfolgreich führe weiß ich auch noch nicht so genau. Oh man… Das Schlimme ist, dass mich das emotional sehr belastet – einerseits kann ich alles haben (und habe auch alles) um glücklich zu sein, andererseits fehlt es mir am wichtigsten Gut meines Lebens: Zeit. Zeit um das zu machen was ICH will, die ständige Fremdbestimmung meiner Zeit nagt an mir und zieht mich ganz schön runter. So sehr, dass ich einfach zusammen breche, wenn ich mal „Freizeit“ habe, weil ich dann nicht mehr weiß was ich eigentlich gerne machen will. Dieser Zustand kommt mir sehr bekannt vor – denn nachdem ich letztes Jahr nach meiner Zeit im Krankenhaus und in der Reha plötzlich ganz ganz viel Zeit hatte, bin ich auch erstmal in ein großes Loch gefallen. Unschön.
2. Beziehungen zu anderen Menschen – okay, einen freien Abend hatte ich doch und bin mit Freunden ausgegangen. Dabei habe ich jemanden kennengelernt – oh Schreck – ein Mann. Und das obwohl ich in einer Beziehung bin. Mit dem „Neuen“ habe ich mich prima verstanden, wir konnten dumme Witze machen, haben den gleichen Musikgeschmack und er schreibt auch. „Mach keinen Scheiß“ mäkelten meine Freunde, als sie den Club verließen und mich mit Mr. Neu allein zurück ließen. In deren Vorstellung habe ich wohl gegen jegliche Moral gehandelt und meinen Freund mit dem Neuen betrogen. Ja, wir hatten heißen Sex und nun bin ich schwanger, mein Freund weiß natürlich von nichts. – Scherz! Okay, lange lange Rede, kurzer Sinn: Es nervt mich ziemlich, dass ich wohl laut einigen Menschen in meinem Umfeld keine anderen Menschen (schon gar keine anderen Männer!) kennen lernen „darf“. Aber ich verstehe mich nun mal einfach besser mit Männern (das war schon in der Grundschule so) und warum zur Hölle sollte ich mich trotz Beziehung nicht mit anderen Männern abgeben? Es ist doch ganz allein meine Sache, mit wem ich abhänge, es gibt da diesen einen Menschen, korrigiere, Mann in meinem Leben, an den kommt kein Mensch der Welt ran – aber das bedeutet doch nicht, dass ich sonst niemanden kennenlernen darf!?! Diese Woche, das ist nur ein Beispiel, denn ähnliche Situationen habe ich schon öfter erlebt und häufig wurde mir von irgendeiner Seite „Aber du hast doch einen Freund!!!“ entgegengequarkt. Und das sogar von Personen, die wissen, dass ich den einen Menschen an meiner Seite gegen Nichts auf der Welt eintauschen würde. Wie gesagt: Es nervt mich richtig! Alle wollen immer so modern und cool sein, aber wenn es um Beziehungsmodelle geht, liegt der Großteil der Gesellschaft noch gefühlt 200 Jahre zurück…
he-and-me
Aufgeregt:
Na ja, wenn wir schon bei Beziehungsmodellen sind, kommt hier gleich noch ein Aufreger. Ich war bei einer Feier, bei der auch einige Schwule Boys waren. So weit kein Drama, mich stört das nämlich überhaupt nicht. Aber was mich wirklich wütend macht, ist wenn Schwule in der Gegenwart von Frauen lautstark rum posaunen, wie „ekelig Vaginas“ sind oder Brüste als „Euter“ bezeichnen. Das finde ich mal direkt gesagt: Einfach Scheiße. Wie viele Schwule Männer müssen immernoch mit Vorurteilen und Diskriminierung gegenüber ihrer Sexualität kämpfen und wie viele Frauen machen sich für Homosexualität stark – und dann kommt von einigen sowas. Ich mein, dass ein schwuler Mann eine Vagina nicht unbedingt erotisch findet liegt ja auf der Hand – aber muss man(n) lautstark seinen Ekel vor weiblichen Geschlechtsorganen verkünden? Ist das Offenheit und Toleranz? Ich war zumindest ordentlich angepisst.

Gefreut: Zu sehen wie sehr die liebe Esra durch ihre Zeit hier in Berlin inspiriert war und sich das alles in ihrem Blog wiederfindet, unter anderem in diesem tollen Text hier.

Lieblingslied der Woche: Dear June von Nickasaur! ❤ Dazu ziemlich viel alten Kram: Sleeping With Sirens, Breathe Carolina, Kill Paradise, Enter Shikari und immer noch Watchout! Theres Ghosts – Musikalisch bin ich wohl selbst ein paar hundert Jahre zurück geblieben – also zumindest so 8/9 Jahre… Emo Ahoi, sag ich nur! 😀

Und Apropro Ahoi – ich wünsche eine schöne und hoffentlich tolerante neue Woche! Seid nett zu euren Mitmenschen! ❤

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3 Kommentare zu „WochenRückblickDings KW 30

  1. Boah! Ja, das mit den Schwulen ist heftig. Vielleicht haben sie ja auch vergessen, dass sie aus den „ekligen Vaginas“ überhaupt auf die Welt gekommen sind!!! Ajajajaj.
    Und danke fürs Verlinken ❤
    Ansonsten stimm ich dir bei allem zu… Über Beziheungsmodelle haben wir uns ja auch mal unterhalten :))
    Und Sommerloch… Da bin ich grad mittendrin :/ Grüße daraus an dich :DDD
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

    1. Jaa, den Gedanken mit der Geburt habe ich gar nicht bedacht, stimmt aber. Ist eh komisch, dass manche Menschen solche Abneigungen gegen den menschlichen Körper haben – ist doch was ganz natürliches.

      Ohjeh, das mit dem Sommerloch… Naja, ich hab heut was zur Post gebracht, vielleicht holt dich das da ein bisschen raus… 🙂 ❤

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