Ich muss nicht unbedingt in einen Urlaub fahren, um zu reisen. Auch wenn es jetzt etwas platt klingt: Einfach zu Leben ist ebenfalls eine Reise. Wahnsinns-Erkenntnis, ich weiß. Aber es ist so.
Diese Woche bin ich allein in Berlin viel gereist: Saß mit fremden Leuten auf einem Berg und habe das Feuerwerk der Pyronale beobachtet, gelernt Momente zu genießen, statt das Handy zu zücken, bin um die Ecke meiner Wohnung gereist, um am Wasser in einer Hängematte zu baumeln und dem Sound vom Lollapalooza zu lauschen, ich bin schwitzend mit dem Fahrschul-Auto durch die Stadt geeiert (und musste mir von meinem Fahrlehrer anhören, dass ich lernen soll Gas zu geben), saß im Mondschein am Karpfenteich, bin im Pool meiner Mama geschwommen und mit einem völlig fremden Menschen dem Sonnenaufgang entgegen geschaukelt, während wir uns lustige Geschichten zu den Leuten um uns herum ausgedacht haben. Das letzte Mal, als ich im Sonnenaufgang mit einem Getränk in der Hand halbtrunken an einem Bahnhof stand, an dem es von frisch parfümierten Menschen auf dem Weg zur Arbeit nur so wimmelte, ist über 10 Jahre her. 10 Jahre. Puh.
Lernen Gas zu geben – irgendwie ist es genau das, was ich gerade mache. Meine freie Woche hat mich weit weg gebracht, weg vom Internet, weg von To-Do-Listen und Arbeit, die Dinge blieben einfach unerledigt und ich habe alles stehen und liegen gelassen, um raus zu gehen. Raus in die Welt, raus ins Leben.  Liebe Grüße schickt mein Offline-Leben und die Erkenntnis ist eine neue alte Bekannte. „Schön wars“, sagt sie. „Und verrückt.“ Grenzen überschreiten, meine eigenen Bänder lösen, mich verlieren und wiederfinden. Sich verlieben, nur für eine Nacht und völlig unschuldig. Fremde Hände halten, beim Versuch den Absprung zu schaffen. Und sich dann nie wieder sehen. Oder einander immer wieder begegnen. In vertraute Augen sehen. Und wissen, dass rein gar nichts auf der Welt so ist, wie es scheint. Eine schöne Woche wars.
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Und sonst so?
Au wei: Ich wollte mich etwas gesünder ernähren, als in den vorangegangenen Wochen im Hotel. Hat am Montag noch prima geklappt, aber dann war Ben & Jerrys Eis im Super-Sonderangebot, es kam Weihnachtsschokolade in die Läden und ich habe nur noch gefuttert. Und ja, es war ein bisschen geil, bei 30 Grad eine Tüte Lebkuchenherzen zu naschen! 🙂

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Wörter der Woche: R.M. Drake bringt’s auf den Punkt!
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Still in Love: With Jonny Craig & Tyler Carter! Von Tyler Carter gehe ich gerade total auf die Cover-Version von Paramore’s „Ain’t it fun“ ab, obwohl ich Paramore überhaupt nicht leiden kann und von Jonny Craig habe ich das Album „Find What You Love And Let It Kill You“ entdeckt, ich könnte immer noch sterben für seine Stimme und der Beat von „Ground Pound Sex Slave“ ist einfach megacool!

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Auf dem Plan: Weitermachen! Fröhlich bleiben und nach Leipzig düsen, um in dieser Woche dort zu arbeiten. Mein letzter Leipzig-Besuch ist mindestens genauso lange her, wie meine morgenliche-am-Bahnhof-Erfahrung. Ich weiß, dass sich viel geändert hat. Überall. Es bleibt also alles ein Abenteuer. Habt eine tolle Woche! ❤
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