Wenn mich im Jahr 2016 etwas abseits von Herzschmerz, Musik hören und Fahrschule beschäftigt hat, dann war es bunte Haut. Okay, Tattoos beschäftigen mich schon seit immer (mein Erstes habe ich mit 13 stechen lassen #würdeichmeinemkindnichterlauben #aberdankemutti) aber dieses Jahr habe ich auffällig viel Zeit bei meinem Tätowierer vertrödelt und ein bisschen was von meinem hart verdienten Kleingeld bei ihm gelassen. Andere investieren in Handtaschen, ich in farbenfrohe Freude für meine Seele.

Ja, es kann sein, dass ich vielleicht irgendwann mal irgendwas bereuen werde, aber das Leben ist kurz, bunte Haut schön und ich bin ganz nah bei jeder kleinen „Geschichte“, die mir meine Tattoos so erzählen. Also so richtige Geschichten sind es nicht – eher Bedeutungen für mich, Erinnerungen, Hinweise. So steht zum Beispiel mein Walfisch in der Glasflasche dafür, dass es schwierige Gemütszustände im Leben gibt und geben kann – man sich aber bei aller Kraftlosigkeit aus allem befreien kann, was einen bedrückt. Mein Walfischie, wie ich ihn liebevoll nenne, hat die Stärke sich aus schwierigen Situationen zu befreien, er hat Kraft. Und ich auch, ich weiß das. Nur manchmal ist man eben vergesslich. (Da hilft dann also ein rascher Blick auf den Bauch, haha)
Trotz dem ein oder anderen Hinweis an mich selber, bin ich der festen Überzeugung, dass man sich auch einfach etwas tätowieren kann, weil man es schlichtweg schön aussieht. Und sollte etwas mal weniger schön sein, hilft im Glücksfall ein Cover-Up. Das habe ich zumindest dieses Jahr erfolgreich hinter mich gebracht und lasse Euch hiermit under my skin, wie es zumindest Avril Lavigne sagen würde.

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Mein erstes Tattoo 2016 kam auf meinen Rücken und ist sehr persönlich, weshalb ich es hier nicht zeige. Aber auf alle anderen könnt ihr jetzt einen Blick erhaschen. Ich war übrigens immer beim gleichen Tätowierer, er ist der coolste Spanier in Berlin! 🙂

Nach dem ersten Streich auf dem Rücken wurde erstmal mein Segelboot ausgemalt, die Outlines dafür hatte ich schon im Vorhjahr machen lassen.

segelboot-tattoo

Es folgten zwei Rosen, die mein Tätowierer einfach per Hand auf meine Schulter malte und an denen ich mich riesig erfreue, weil Form und Farbe einfach wunderbar gelungen sind.

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Dann folgte mein Walfischie und die Erfahrung, dass tätowieren im Bauchbereich sehr schmerzhaft ist. Au.girls-with-tattoosZum Geburtstag meines Papas schenkte ich mir (und ihm) ein Papa-Gedenk-Tattoo, das an ein Foto aus meiner Kindheit anlehnt. Er hält mich als gut verpacktes Baby in seinen Armen und passt auf mich auf. Da ich aber kein Fan realistischer Darstellungen bin, habe ich es umgewandelt, indem wir ihn als dicken Seebären und mich als kleines Walfisch-Baby dargestellt haben. Und weil mein Tätowierer so ein cooler Typ ist, kann man solche Ideen auch immer ausführlich mit ihm besprechen oder diskutieren. Auch mein Papa-Tattoo liebe ich sehr – er würde wohl meckern, wenn er es sehen könnte, ich allerdings denke immer an einen wunderbaren und liebevollen Menschen zurück. ❤

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Nach dem Seebären ging es weiter mit einem kleinen Seil, dem keine große Bedeutung hinzuzufügen ist. Aber es fühlt sich wie ein praktisches Armband an, das nie im Weg ist hihi.

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Nach einer kleinen Sommerpause ging es dann im Herbst weiter mit einer großen Arbeit. Aus meiner Teenager-Tattoojugendsünde, einem Tribal im Leistenbereich, wollte ich etwas Neues machen. Nicht weil ich das Tribal so schlimm fand – im Gegenteil: Es war immer für einen Lacher gut, aber ich mochte es tatsächlich nicht mehr sehen. Also kam zu den anderen Seemotiven passend, ein Oktopus drüber. Und ich sags euch: Es war schmerzhaft. Sehr sehr schmerzhaft. Aber es hat sich gelohnt!

cover-up-tattoo-tribal-oktopus

Passend zum Ungetüm der Tiefen der Meere musste dann noch ein Hinweis her:

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Und zum Jahresabschluss folgte noch ein etwas größer geratenes, als gedachtes Motiv mit Vögeln. Genau genommen ein Kardinal und eine Krähe. Old crows, young cardinals. Musik-Fans wissen wovon bei diesem Tattoo die Rede ist #theonlybandever aber auch so sind Kardinal und Krähe nicht nur zwei tolle Piepmätze, sondern ein wunderbares Sinnbild für Jugend und Lebendigkeit und das zum Leben dazugehörende Alter inklusive Weisheit. Remember that!

old-crows-young-cardinals-tattoo

Soa, da das Leben manchmal so trist und grau ist freue ich mich über bunte Farbe, bin aber erstmal so Tattoo-Überladen, dass ich vorerst keine weiteren Pläne habe. Aber mal sehen wie lange dieser Zustand andauert. Das kommende Jahr wird’s zeigen. 🙂

 

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