Es ist Sonntag und ich wollte heute eigentlich total produktiv sein. Stattdessen ist mir schlecht, ich habe Gänsehaut, einen Brummschädel und obendrein noch einen nicht endenden Ohrwurm von Taylor Swifts Shake it off. Draußen fliegt Schnee rum, aber mir wird beim Zugucken ganz schwindelig. Da ist er also, mein mieser kleiner Kater, der mich von meiner toll geplanten Sonntags-Produktivität abhält.
Ein Lebensupdate auf dem Blog war neben Kleid und Mantel umnähen, Fashion Week Vorbereitungen, Interviewplanung und Wohnungschaos besiegen, Teil meiner Sonntags-To Do List. Hier also mein UpDate: Ich lebe. Aber gerade mit Kater. Ärgere mich, hab eigentlich den Alkohol-Konsum längst hinter mir gelassen und mich in den vergangenen Monaten immer sehr über ein entspanntes Wochenende auf dem Sofa und ohne körperliche Defizite am nächsten Tag gefreut, ja, es sogar sehr genossen!

Und während ich hier also mit der Überlegung Wie es so weit kommen konnte so vor mich hin leide, kommt mir beim Bright-Mood Yogi Tee die stimmungserheiternde Erkenntnis: Es ist der Moment. Beziehungsweise, es war der Moment.
Der Moment, in dem ich lebte. Mir keine Gedanken über das ‚Morgen‘, die Zukunft gemacht habe. Der Moment, in dem einfach alles so locker, gelöst und lustig war, dass ich dachte: Ja her mit den Shots! Und runter damit! Der Moment, in dem mein Kopf nicht einen Gedanken an den Folgetag und den bösen Kater verschwendet hat, der folgen könnte. Der Moment, in dem das Herz einfach nur gesagt hat: Machen! Trinken, Tanzen, Turteln.

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Alles aus dem Bauch heraus. Einfach Leben. Das war schön. Und was an dieser Stelle so simpel klingt, ist tatsächlich schwierig, vor allem wenn man zu den Menschen gehört, die lieber alles hundertmal durchdenken, als einfach zu machen. Hat aber letztlich dann doch von ganz allein funktioniert und dafür nehm ich meine körperliche Matschigkeit jetzt gerne in Kauf. 🙂

Na ja und wenn ich schon dabei bin aus dem Leben zu plaudern, will ich an dieser Stelle auch kurz die anderen 15 Tage des neuen Jahres erwähnen:

In den letzten Wochen des vergangenen Jahres habe ich etwas ganz Tolles beschlossen: Im Januar (vllt auch im Februar) mache ich mal nichts. Ich schreibe nebenbei auch einen Blogpost über meinen neuen Müßiggang, muss aber noch ein bisschen Nichts Machen, natürlich allein der Recherche wegen.
Damit surfe ich gerade wohl auf einer ziemlichen Trendwelle, irgendwie wollen alle weniger machen, mehr Nein sagen, runter kommen – schlichtweg Entschleunigen. Ich verstehe das. Und probiere es auch mal. Wie gesagt, mein Erfahrungsbericht folgt (vielleicht, denn vielleicht mache ich ja auch nichts), verraten kann ich schon mal so viel: Für mich ist dieses Nichts-Tun alles andere als Leicht.
irgendwas-ist-immer
Ich quäle mich weiterhin in der Fahrschule, habe es sogar geschafft ein bisschen was für die Theorieprüfung zu lernen (raten trifft es wohl besser), bin an meiner Steuererklärung verzweifelt, dafür bisher ziemlich gut in den Punkten Ernährung und Sport (auch wenn ich gar keine großen Pläne habe, außer wieder ein bisschen sportlicher zu werden und einfach essenstechnisch auf fertig-verarbeitetes Zeug -außer Schokolade- zu verzichten), war alleine im Winterwunderland spazieren, habe im Planetarium Sterne angeguckt, mich über jede gemeinsam verbrachte Zeit mit lieben Lieblingsmenschen gefreut und bin jetzt irgendwie vorfreudig auf die Fashion Week. Auch wenn es sicher wieder stressig wird, siegt die Vorfreude auf ein bisschen geistigen Fashion-Input und darauf, dass ich den Großteil der Fashion Week zusammen mit echten Freundinnen abhängen werde!

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Und sonst so?

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Gesuchtet: Die zweite Staffel von The Man in the High Castle! Die Story macht mich so fertig, aber ich find’s trotzdem gut und bin nach wie vor furchtbar verliebt in das Kostümbild und das ganze Setting an sich!

Gelesen: Ein wunderbares Buch mit dem pathetischen Titel Die Geschichte der Liebe und diesen wunderbaren Text von Claire, der irgendwie die ganze gegenwärtige Modewelt in sich sehr gut abbildet.

Gekauft (aka Konsumkram): Eine neue Kamera! Ich finde sie ganz toll, muss aber noch ein bisschen damit umgehen üben, da sind gefühlt 1 Mio Einstellungsmöglichkeiten für alles Mögliche dran. Dann noch einen Mantel von Mango, für den ich zunächst nicht bereit war 90 Euro auszugeben, den es jetzt im Sale für 30 Euro gab und das Allerbeste: Flugtickets für einen Trip nach Brighton im März! Da freut sich sogar mein Kater drüber, der sich allerdings einigermaßen verkrochen hat, während ich damit beschäftigt war, diesen kleinen Auszug aus dem Leben zu tippen. Was wiederrum bedeutet, dass ich mich jetzt mal ganz gepflegt den zu-erledigenden Dingen widmen werde. Aber im Slow-Motion Sonntagsmodus.
ahoy

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