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Wirklich, so richtig über alles. Musik rettet mir das Leben. Musik macht mein Dasein erst zum Leben. Und es gibt viele viele Bands, die ich richtig mag. Eine davon begleitet mich schon seit Jahren, so seit 2007 etwa. Damals noch so etwas ein Geheimtip unter Post-Hardcore Fans, feierte ich in der Zeit meines jungen Erwachsenen Daseins -gerade in meine erste eigene Wohnung gezogen, erste ernste Beziehung kaputt- das bereits 2005 veröffentlichte Album ‚And Their Name was Treason‘ von A Day To Remember. Darin steckten für mich ganze Gefühlswelten, aber auch jede Menge Power um die damals so groß erscheinenden Probleme durchzustehen. Die großen Probleme von damals wirken heute irgendwie weniger schlimm, aber so ist das mit dem Leben: Man kämpft sich durch Miserien und macht weiter, lebt weiter.
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Trotz gebrochener Herzen ging es also weiter und mein musikalischer Lebensbegleiter A Day To Remember blieb. Auch als ich einen Typen nach dem ersten Typen küsste und auch dann, als ein Dritter dazu kam und für Jahre blieb. Wir die Musik gemeinsam feierten. Und er sogar dafür sorgte, dass die Band mir höchstpersönlich ein kleines Aufmunterungspaket mit signierten CDs und Postern zukommen ließ, als ich im Koma lag. Sogar da habe ich also A Day To Remember ‚gehört‘. Ist wohl an dieser Stelle unnötig zu erwähnen, dass mir diese Band sehr viel bedeutet, oder?

Und vielleicht ist es meine geheime Voraussetzung für einen potentiellen Partner: Er muss A Day To Remember mögen, sonst läuft mit mir gar nichts! Ich scherze, allerdings ist es schon irgendwie verrückt, dass jeder Mann, den ich mag eben auch ADTR mag.
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So und nun kommen wir zu einem großen Problem: Ich bin fast zehn Jahre älter, als in meinen ADTR-Anfängen und natürlich hat sich viel geändert. Zum einen ein wenig mein Musikgeschmack (aber Post-Hardcore geht immer noch!), zum anderen auch ein wenig der Stil der Band. Ich mag das neue Album nicht. Mist. Und heute gehe ich zum Konzert, was der eigentliche Grund ist, warum ich an dieser Stelle mein Outfit mit Band-Shirt und Netzstrumpfhose zeige.

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Denn die Netzstrumpfhose-Tube-Socks-Kombi kommt eigentlich aus dem nicht allzu weit vom Hardcore entfernten Punk!
Na gut, in richtiger Reihenfolge, eigentlich ist die Netzstrumpfhose ja ein ziemlich altes Kleidungsstück: „Ganz ursprünglich wurden Netzstrumpfhosen nur von zwielichtigen Frauen in dunklen Kaschemmen getragen, in den zwanziger Jahren wurden sie von furchtlosen Moderevolutionärinnen ans Tageslicht gezerrt„, heißt es in Nina Garcias Buch Der perfekte Kleiderschrank. Dann kam Modeikone Marlene Dietrich, die nicht nur die Hose an sich für Frauen salonfähig machte, sondern auch die sündige Strumpfhose in ein Fashion Piece verwandelte. S
upermodel Twiggy sorgte dafür, dass die Netzstrümpfe auch in den 60er Jahren angesagt blieben und ein Jahrzehnt später machte Vivienne Westwood die Netzstrumpfhose zum ikonischen Fashion-Statement der Londoner Punk-Ära. Ebenfalls zu erwähnen wären da auch die zahlreichen 90er Jahre Bühnen- und Videolooks von Madonna, die sogar bei Madame Tussauds in Fishnets verewigt wurde.

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Und jetzt hat der geschichtsträchtige Hauch von Nichts ganz Instagram und die Beine moderner Modemädchen  zurück erobert – wer mir da folgt, hat sicherlich mitbekommen, wie mich die ganzen Modeopfer mit ihren Netzstrumpfhosen bei der Fashion Week belustigt haben.
Aber so ist es nunmal, ähnlich wie das Bandshirt oder diverse Schuhe (Vans, Doc Martens etc.) erleben Stücke aus Subkulturen immer wieder einen Diebstahl von besonders ambitionierten Fashion-Girls und somit ihr zyklisches Comeback in der Mode. Ich finde den gegenwärtigen Trend ziemlich nervig, aber ich weiß: Er ist ein bisschen wie Herzschmerz, er geht irgendwann (irgendwann!) vorbei.
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Ich könnte an dieser Stelle noch weit weit ausschweifen und über Musik, Jugendkulturen, Mode und natürlich Herzschmerz sinnieren, stattdessen geht’s gleich auf zum Konzert. Musik an, Welt aus! Und wer weiß, vielleicht spielen A Day To Remember ja auch ein paar der guten alten Lieder – perfekt um in Erinnerungen und Herzschmerz zu schwelgen…

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3 Kommentare zu „Outfit: Right Back At It Again

  1. Hoffentlich war das Konzert schön, das Outfit jedenfalls ist toll, steht Dir super!
    Die Kniestrümpfe zu den Netzstrümpfen ‚entschärfen‘ die Optik wieder, das sieht fast schon richtig süß aus. Dass Netzstrümpfe bis heute (für manche) noch irgendwie verrucht sind, ist kaum zu fassen. Ich trage sie zwar eher mit feinerem Netz, aber wenn Leute dann näher kommen, sind sie immer ein Blickfang.
    ❤ Kathy

  2. Pingback: Life Update 3/17 |

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