Arbeitslos sein für Anfänger

Seit Anfang des Jahres bin ich arbeitslos. Das nervt und ist besonders schlimm wenn man dem Modell einer klassischen Arbeiterfamilie entstammt. Schließlich lebt man doch einzig und allein, um zu arbeiten! 😉
Nach einem halben Jahr der Arbeitslosigkeit bin ich nun allerdings auch zu der ein oder anderen wichtigen Erkenntnis für’s Leben gekommen. Dazu vielleicht irgendwann mehr.
Denn zunächst möchte ich meinem Wunsch nachkommen, meine Erfahrungen zu teilen. Das mach ich schließlich ganz gerne und deswegen gibt es ab sofort eine neue Vickie-Ratgeber-Reihe voller seriöser und natürlich äußerst ernst gemeinter Tipps!

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Weil ich die Lebensweisheit mit Messer und Gabel gegessen hab, schreibe ich jetzt kluge Ratgeber.

Ausgabe 1 beschäftigt sich damit, wie man sich ohne zur Arbeit zu gehen richtig gut den Tag vertrödelt und seine Lebenszeit verschwendet. Here we go!

Arbeitslos sein – der reine Selbsterfahrungstrip
Na, was glaubst du, wie viele Menschen in ihrem Leben vor irgendetwas davon rennen? Miese Kindheit, fehlende Anerkennung und/oder Zuneigung, mangelndes Selbstwertgefühl (ich! früher!), Angst vor dem Tod – Whatever. Sich in Arbeit zu vergraben hilft natürlich. Nicht zu arbeiten und sich mit dem Leben, dem eigenen Dasein an sich, auseinander zu setzen ist irre.

Erweitere deine Gammel-Skills
Professionelles Rumgammeln ist gar nicht so leicht! Versuch mal, nichts zu tun. Irgendwas kribbelt ja immer in den Fingern oder krabbelt als ich-könnte-doch-mal….-Gedanke durch den Kopf. Und dabei ist nichts tun gar nicht so schwer: Mach einfach nichts. Lass es sein.

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Bin sehr gut im Rumliegen geworden.

Mach was du willst!
Falls du dich doch unbedingt irgendwie beschäftigen willst, mach was dir am Herzen liegt. Natürlich vergeht der Tag auch mit Netflix, aber es gibt so viel mehr, womit sich die Zeit ebenso gut vertrödeln lässt: Lesen, schreiben, malen, basteln, nähen, gärtnern, Nacktfotos machen – klar, das kann man auch alles als Hobby nebenbei betreiben, aber mit einem leeren Tag vor sich lässt sich das alles mit viel mehr Leidenschaft angehen. 

Kiffen, Saufen, Party hard!
Starte eine Kiffer-Karriere. Betrink dich schon morgens. Bleib von Montag bis Montag auf der Party. Wer ’ne 40 Stunden Arbeitswoche hat, hat keine Energie für sowas. Und schon gar keine drei Tage Zeit, sich vom fiesen Kater zu erholen.

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1 Pfeffi in Ehren kann Freude bescheren.

Sei verknallt.
„Es gibt eine Zeit für die Arbeit. Und es gibt eine Zeit für die Liebe. Mehr Zeit hat man nicht“, wusste schon Coco Chanel. Und jetzt mal ehrlich: Verknallt sein ist doch am schönsten, wenn man Zeit dafür hat. Nutze sie zum ausgiebigen Schmachten & Schmusen. (Wenn denn gerade jemand Kompatibles in der Nähe ist. Aber auch Fernschmachten ist erlaubt! 🙂 )

Gammel draußen.
Im Winter ist arbeitslos sein blöd. Im Sommer hingegen kann man sich prima in die Natur setzen, frische Luft einatmen, sich die Sonne ins Gesicht oder auf den Bauch scheinen lassen und den ganzen Tag auf der Wiese liegen bleiben. Pro Tipp: Draußen kann man auch prima andere Arbeitslose beobachten.

Engagier dich ehrenamtlich für etwas, das dir am Herzen liegt.
Sich intensiv um Freunde (und deren Sorgen) zu kümmern, zählt natürlich auch.

Suche nach jemanden, der dich sucht.
Durchforste die Seiten potentieller Arbeitgeber, die dir „Müsli, Spaß und leistungsgerechte Bezahlung“ anbieten, dafür dass du 1000 Fähigkeiten und die Bereitschaft mitbringst, für kein Geld zu arbeiten. Müsli und Spaß reichen ja schließlich! Lache lauthals über dämliche Stellenanzeigen.

Mach irgendwas Dummes. Mutiges. Zum ersten Mal.
Hauptsache Machen. Verpiss dich aus deiner Komfortzone. Neue Erfahrungen bereichern dich und dein Leben. Denn das ist schließlich für mehr da, als zum Arbeiten.

 

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3 Kommentare zu „Arbeitslos sein für Anfänger

  1. 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 Super Tipps, Vickie 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂
    Man spürt, daß Du in allem, was Du machst, voll engagiert bist, auch in der Arbeitslosigkeit! (Übrigens find‘ ich ‚Erwebslosigkeit‘ eigentlich richtiger, denn Arbeit hat man meist auch so schon genug.)

    Ich will jetzt nicht politisch werden, aber mit einem halbwegs vernünftigen bedingungslosen Grundeinkommen würden viele Sorgen und Ängste der Menschen einfach verschwinden. Und daß dann niemand mehr arbeiten würde, ist totaler Unsinn (und duch Versuche auch widerlegt).

    Ich wünsch‘ Dir alles Gute, Vickie!
    ❤ Kathy

    1. Hej Kathi, du hast Recht, Erwerbslosigkeit trifft es tatsächlich besser. Zur Zeit bin ich ironischerweise auch mega im Stress und wüsste gar nicht wann und wie ich alles, was ich zutun habe, erledigen würde, wenn ich nebenher noch 8+ Stunden irgendwo verbringen würde. Für das Grundeinkommen wäre ich ebenfalls, aus vielerlei Gründen! Dass alle dann plötzlich nur noch Faul rumhängen und sich mit dem Geld nen bunten machen, bezweifel ich ebenso stark!
      Ich drück dich! ❤

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