Have Heart

Entscheidungsschwierigkeiten: Ich bin mir nicht sicher, ob dies ein klassischer Outfit-Post werden soll oder die Geschichte von inneren Prozessen und Wandlungen. Schnöde Outfit-Posts bereiten mir nämlich schon lange keine Freude mehr. Zum Einen, weil mich 100 Bilder von einem Look (den ich sowieso nicht anziehen oder nachkaufen werde) nicht interessieren, zum Anderen halte ich mich auch nicht gerade für die Inspirationsikone unserer Zeit, haha. Und das ist vollkommen okay so!

Wäre ich in irgendeiner Form inspirierend, würde ich davon absehen andere Leute (genau genommen eine wildfremde anonyme Masse im Internet) zum Kauf von irgendwelchem Konsumkram anzuregen, nur um mich anhand von ein paar Klicks selbst zu bereichern. Ich finde, dass das echt nicht sein muss und bin für Freiheit in sämtlichen Entscheidungen. Egal ob Konsum oder Gefühle: Jeder Mensch sollte sich von dem leiten lassen, was für sein Herz richtig und wichtig ist. Nicht von dem was die Medien und die Gesellschaft propagieren. Diese kluge Weisheit aufzuschreiben, für die ich auch nur 29 Jahre gebraucht hab, ist so schön einfach! Das Ganze in der Realität umzusetzen ist hingegen eine eher langwierige Aufgabe, schließlich muss Mensch sich dafür von den Ideen und Vorgaben der Gesellschaft/des eigenen Umfelds/vom eigenen Kopf wie ein „gutes“ Leben auszusehen hat, lösen. Den Weg zum eigenen Ich finden – keine leichte Angelegenheit, wenn man mal darüber nachdenkt! Ganz im Gegenteil: Ich halte das Zu sich selbst finden für eine Lebensaufgabe.
Und weil ich spirituelle „So findest Du zu deinem wahren Ich“-Anweisungen mindestens genauso blöd finde, wie Shopping Tipps, folgt mit diesem Text in erster Linie der Friendly Reminder, dass ihr einfach euer Bestes tun und versuchen solltet, heraus zu finden wer ihr wirklich seid, was ihr wirklich wollt und nach Möglichkeit immer ganz bei Euch zu bleiben. Ich weiß, dass das echt schwer sein kann, vor allem wenn Mensch (ich auch 😉 ) lieber im Sinne Anderer handelt, um zu gefallen und dafür bei sich selbst zurücksteckt. Auf Dauer macht das aber keineswegs glücklicher. Was hingegen glücklich macht, ist sich in diesen Prozess zu begeben, Fortschritte zu machen und diese wiederum bei sich selbst zu sehen.
Irgendwie im Reinen mit mir. Ich habe das Gefühl, dass ich in den letzten Monaten angefangen habe, viele Dinge zu sehen und zu erkennen, Zusammenhänge sind mir bewusst geworden und auch Auswirkungen auf mein Verhalten und meine Gefühle. Dinge zu erkennen ist wahrscheinlich der erste Schritt auf einem holprigen Pfad, auf dem es wohl immer ein bisschen kompliziert bleibt. Aber dieser Pfad kann zu Änderungen führen und je länger Mensch wandert, desto sicherer wird er. Und unterwegs gibt es viele Dinge zu sehen. Okay, das war jetzt schon ein wenig kitschig-metaphorisch, aber als ich durch die letzten Wochen gewandert bin, habe ich die ein oder andere hilfreiche Erkenntnis erlangt. Wie? Ganz einfach, ich habe bestimmte Dinge in Zusammenhängen gesehen. #einkinderspiel #lol

Ein gutes und prägnantes Beispiel ist da zum Beispiel meine diesjährige Arbeitssituation:
Ich habe mich das ganze Jahr lang schlecht gefühlt, weil ich keinen festen Job habe. Vor lauter Schlechtfühlerei habe ich dadurch lange nicht gesehen, welche Möglichkeiten ich bekommen habe, mich mal so richtig in verschiedene Richtungen auszutoben. Ich hatte einige lustige Jobs und Möglichkeiten, um Geld zu verdienen. Was ich viel zu lange nicht gesehen habe war die Tatsache, dass ich auch ohne Festanstellung ein wertvoller Mensch sein kann, denn wer hat jemals festgelegt, dass Bestätigung und Befriedigung lediglich durch Arbeit erlangt werden können? Eine Lüge!

Ich habe lange nicht gesehen, wie viel Liebe in mir steckt, für die kleinen Dinge um mich herum, für die Menschen mit denen ich in Kontakt stehe, für die Schönheit dieser Welt und für das Leben.

Ich habe angefangen zu sehen was mir im Leben wirklich wichtig ist und damit ging auch einher, dass ich mir selbst ein Stück näher gekommen bin. Und auch wenn ich noch längst nicht frei von allen Zweifeln bin, auch wenn ich ganz genau weiß, dass wieder Phasen kommen werden, in denen alles so schwer ist, dass man meint, es kaum ertragen zu können, bin ich besser geworden. Im mit mir selbst sein.

Gewiss habe ich 2017 keine krasse Karriere hingelegt. Aber ich habe mir die Zeit genommen und mich persönlich unglaublich entwickelt. Natürlich spielt da auch der ein oder andere gute Einfluss von außen mit ein, ein großes Glück, das ich sehr zu schätzen weiß. Schließlich kämpfen wir alle ständig gegen irgendwelche Dämonen oder Energie-Vampire, die die Lebensfreude aus uns nur so heraus saugen. Auch eine wichtige Erkenntnis: Für sich selbst einstehen und weg mit allem, was schädlich ist! Auch das erfordert Mut und geht nicht von jetzt auf gleich. Und das Wichtigste an dieser, an meiner Entwicklung ist, dass ich sie für mich durchlebe. Und es stimmt: Wenn man so gut es geht bei sich selbst ist, kann man auch viel besser für andere da sein.

An dieser Stelle also doch einfach nur Bilder, denn die weltklasse Esra war bei mir und hat nicht nur für intensive, interessante Gespräche, sondern auch für jede Menge schöne Aufnahmen gesorgt, dank denen ich in Bezug auf mein Aussehen auf Fotos auch zu mehr Selbstbewusstsein gekommen bin. Die eigene Äußerlichkeit, auch so ein Punkt. Statt sich einfach mal so anzunehmen wie man ist, verfällt Mensch aufgrund des Wunsches „so auszusehen wie die Anderen“ lieber in Unzufriedenheit. Schluss damit! Denn seine Zeit damit zu verbringen, sich nicht zu mögen ist reine Lebenszeitverschwendung! Und was Esra und ich sonst noch so ausgeheckt haben, erfahrt ihr auch bald! 🙂

PS: Ich trage übrigens alte Klamotten von H&M und Monki 😉 Den Pullover habe ich schon eine Ewigkeit! #makelastseasongreatagain

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6 Kommentare zu „Have Heart

  1. Hallo Vickie!

    Ein wirklich toller Beitrag von dir, mit einer wichtigen Message! Ich versuche auch mehr darauf zu geben, mich so wohl zu fühlen wie ich bin und nicht darauf zu achten, was anderen gefallen könnte!

    Übrigens sehe ich das wie du: Arbeiten ist ein Teil des Lebens, aber er definiert uns nicht!

    Die Bilder sind übrigens klasse 😉

    Liebe Grüße,
    Pia!

    1. Liebe Pia, danke für deinen Kommentar! Es ist wirklich nicht einfach, bei sich zu bleiben und das zu tun, was man wirklich will, schließlich sagt der Kopf immer so schnell „oh wie egoman“ und das will ja auch nicht jeder sein ;D Aber wir schaffen das! GirliePower! ❤

  2. Was für ein wunderbarer Text und so inspirierend. Ich finde das ist das schönste Gefühl, wenn einen die Erkenntnis übermannt. Wenn man plötzlich klar sieht, was schon immer war, nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen. Ich wünsche dir das allerbeste. Denn das wichtigste ist doch, dass wir unsere eigene Wahrheit finden, in allen Lebensbereichen. Dass wir das finden, was für uns selbst am besten funktioniert.

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!

    Liebst,
    Any | Echo Of Magic

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