Life Update 2/18: How soon is now

Not All Who Wander Are Lost

Na toll, ich bin in London und habe eine Erkältung, das stand so gar nicht auf meiner London Want to Do List! Aber gut, schniefend zwischen Bett und Sofa zu hängen, gibt mir zumindest die grandiose Möglichkeit endlich mal ein bisschen aus dem London-Life zu plaudern! Sich zu ärgern bringt ja bekanntlich nichts, also warte ich und trinke Tee, denn wenn ich eines weiß ist es, dass alles zu seiner Zeit kommt und passiert.

Right now I feel it all

All the feels: In den ersten Tagen hat es mich unerwartet aufgewühlt hier zu sein und auch wenn es mir diesbezüglich jetzt mental wieder um einiges besser geht, bleibt da noch ein bisschen emotionaler Struggle: Zum einen fühle ich mich sehr wohl hier, alles ist so vertraut und heimisch, zum anderen bin ich komplett unsicher, ob ich hier hin gehöre. Ich bin eine Fremde, zwischen vielen anderen Fremden, die für kurze Momente -eine Nacht, ein Gespräch im Park oder im Pub- zu Freunden werden. Kurz hatte ich Heimweh. Aber es graut mir gleichermaßen so richtig vor dem Tag, an dem wir unsere Koffer Richtung Flughafen hieven, ich wieder auf dem vertrauten Boden der Heimat bin, in Berlin, diesem Dorf, das mir längst zu klein geworden ist, mich aber mit seiner ätzenden Heimeligkeit auch immer wieder wohlwollend in seine Arme schließt. Berlin, in dem meine Vögelchen und meine Freunde sind. Und die vielen gemeinsamen Abenteuer, auf die ich mich freue: Kneipentour am St. Patricks Day, Radeln im Frühling, Sommer im Garten, Gössi an der Spree. Dieser Geruch von Brandenburger Natur und Sonnencreme. Ich will das alles, aber ich will auch alles hier: Durch die Straßen gehen, die manchmal nach Frittierfett und Essig duften, ich will die unzähligen hübschen Häuser bestaunen, die Menschen, die mir oft zu viele sind, ich will verkehrt herum gucken, während ich wie alle hier über rote Ampeln flitze und das Türschloss in die entgegengesetzte Richtung aufdrehen, ich will royalen Schabernack, ich will entdecken und Meal Deals – weil es in Großbritannien völlig akzeptabel ist, zum Mittag ’ne Tüte Chips zu essen.
Einerseits freue ich mich also wieder nach Berlin zu gehen, andererseits weiß ich, dass ich richtig motzig und ein bisschen depressiv sein werde, in der guten alten Heimat. Aus diesen Gedanken entsteht eine merkwürdige innere Rastlosigkeit, mit der ich noch nicht ganz umzugehen weiß… Aber die Zeit wird zeigen was sie mitsich bringt und bis dahin mache ich eifrig Pläne (daran erfreut sich die Rastlosigkeit) und versuche die negativen Grübeleien von mir fern zu halten – darüber freuen sich Kopf und Herz.

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Was war so los in London? Allein vom Wetter her ist es der beste Januar ever gewesen, auch wenn es jetzt ziemlich kalt geworden ist, war das Wetter hier im ersten Monat des neuen Jahres grandios! Die meisten Tage bin ich also kilometerweit durch die Gegend gelaufen, habe gesehen, gekannt und neu entdeckt. Die exklusive Lage unserer Wohnung ist mir bewusst geworden: Wir wohnen zu Fuß 15 Minuten von der Oxford Street und 15 Minuten von Camden entfernt, direkt am Regents Park, in dem es relativ wenig Menschenmengen, dafür aber umso mehr niedliche Vögel und Hunde und Eichhörnchen gibt, das mag ich sehr. Unsere Wohnung ist schön, voll mit tollen Büchern aber auch mit viel Deko-Kitsch, den ich so niemals aufstellen würde. Wir haben Freunde in Cambridge besucht, dort den bisher besten Fudge gegessen und einen wunderbaren Tag gehabt. Genau wie in Brighton, aber dass Tage dort immer wunderbar sind und ich am Liebsten in Brighton leben würde, wäre keine neue Erwähnung meinerseits. Aber um sicher zu gehen: Ich liebe Brighton und der Ausflug dorthin war wunderbar!

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Außerdem sind wir im Hellen und im Dunklen an der Themse entlang spaziert und waren bei der Lumiere, verschiedenen Licht-Installationen, die sich über die ganze Stadt verteilt haben, wo es mir jedoch wirklich zu viel Menschengedränge war. Viele Menschen und viel leckeres Essen gab es im hippen Shoreditch/an der Brick Lane, natürlich auf dem Camden Market und auch auf dem Borough Street Market. Wir waren und sind fleißig im Homeoffice, hatten aber auch schon wunderbar wilde Partynächte mit den ersten Freunden, die auf einen Besuch vorbei gekommen sind. Ein Hoch auf Honeybombs! Und auch eines auf unseren Stammpub, mit dessen Besitzer Anton wir sofort eine super gute Verbindung hatten. Ich war deprimiert, weil hier alles so teuer ist, habe aber mittlerweile einigermaßen raus wo es die günstigsten (und unverpackten!) Lebensmittel gibt und wie man auch für den kleinen Geldbeutel Kinofilme sehen kann. Ein bisschen Bildung gab es bisher bei Besuchen im Naturkundemuseum und im Imperial War Museum. Und außerdem freue ich mich auf weiteren Besuch, wärmeres Wetter und die ganzen Dinge, die ich mir auf jeden Fall noch ansehen werde!

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Auf dem Plan: Herrjeh, die ersten vier Wochen sind schon um! In den nächsten Wochen will ich noch ganz viel London erleben und dann, Anfang März, geht es mit dem Nachtzug nach Cornwall. Ich bin so vorfreudig und aufgeregt, dieses wunderschöne Stück England zu entdecken, das ist unfassbar!

New In: Ich habe mir vorgenommen nicht shoppen zu gehen. Weil ich in Berlin sowieso viel zu viel Zeug habe und hier nur wenig Geld. Aber natürlich ist das in London alles andere als leicht, hier gibt es einfach zu viele schöne Sachen, hihi. Ich habe mir also gegönnt: Ein Beret, eine Umhängetasche für lässige 4 Pfund aus einem Charity Shop in Brighton (ich liebe Charity Shops!) und einen Berlin-Mitte tauglichen Alpaka Pulli mit Alpakas drauf, auch aus einem Second Hand Laden. Und eine Fake-Brille. Es mag albern sein sich eine Brille aufzusetzen, wenn man gucken kann wie ein Adler, aber es ist eine lässige Möglichkeit ungeschminkt aus dem Haus zu gehen und dabei nicht völlig scheiße auszusehen.
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Gesehen: Endlich Black Mirror! Es wurde ja auch Zeit und oh mein Gott, ich bin verrückt danach – die Serie an sich ist so genial, am meisten mag ich aber, dass man hinterher richtig schön rumdiskutieren kann! Außerdem noch die Filme Darkest Hour und Another Mother’s Son.

Und sonst so? Ich hab ein neues Hobby, nämlich sogenannte Puddlegrams. Also Fotos von Spiegelungen in Pfützen. Da es hier doch ab und zu mal regnet, bietet London eine gute Basis für Puddlegrams und ich finde auch so langsam heraus, was es benötigt, um ein schönes Pfützenfoto hinzubekommen. Man braucht wirklich gute Bedingungen, gar nicht so leicht! Hier schonmal meine ersten Versuche & ein kleines Ratespiel: Kennt ihr alle Orte?
old-st.pancras-church-puddlegram
colorful-houses-london-puddlegram
camden-puddlegram

Und zu guter Letzt interessiert mich noch eine Sache: Wenn ihr gerade in London wärt, was würdet ihr machen?? Ich hab ja noch einige Ideen, nehme aber auch gerne Vorschläge an, hihi! Bis bald ❤ 

 

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