Life Update 5/18: I am back!

In den vergangenen Wochen habe ich bereits vier Mal angefangen, diesen Blogpost zu schreiben und es sind so mehr oder weniger vier völlig unterschiedliche Versionen. Hätte der erste noch die Schwermütigkeit meiner Rückkehr nach Berlin thematisiert (wirklich, ich konnte mir kein Foto aus England angucken ohne zu heulen!), hätte der zweite wahrscheinlich viel vom verknallt sein erzählt, während der nächste wiederum ein grenzenlos trauriger Text über’s Nicht mehr können geworden wäre.
Also habe ich der ganzen Sache Zeit gegeben, viel viel Zeit, die ich gebraucht habe, um wieder einigermaßen in Berlin anzukommen und um mich in all dem Wirrwarr von Nieder- und Rückschlägen zurecht zu finden. Denn ohne Witz: In den letzten Wochen hat mir das Leben keine Steine, sondern riesige Felsbrocken in den Weg geschmissen. Ich musste lernen zu klettern. Und ich musste auch lernen, um den ein oder anderen Problembrocken drumrum zu laufen. Das mache ich gerade immer noch ein bisschen. Ja, manche Probleme sind da, manche Probleme sind groß und ja – manchmal verzweifle ich und habe keinen blassen Schimmer, wie ich das ein oder andere Problem auch nur ansatzweise lösen kann. Aber um einen Problemberg herum zu spazieren, bringt zumindest den Vorteil, dass Mensch auch die ein oder andere Entdeckung macht. Neue Möglichkeiten sieht. Und trotz aller Doofigkeiten bin ich kampfbereit! Und da kämpfen sich bekanntlich immer lohnt, haben die schweren letzten Wochen auch ihr Gutes mitsich gebracht: Ich ziehe um und ich habe wahrscheinlich bald einen tollen neuen Job (wenn ich den Probetag am Freitag meistere!) und obendrein scheint dieser Sommer zumindest wettertechnisch wirklich schön zu werden, auch wenn ich gerade überhaupt keinen Plan habe, wohin mich dieses Jahr eigentlich führt.

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Irgendwie fühlt es sich so an, als wollte mich das Leben so kurz vor der sagenumwobenen 30 noch mal auf die Probe stellen, testen ob ich bereit bin und vielleicht in der Vergangenheit schon was gelernt habe. 😀 Und um diese Frage zu beantworten: Ja klar, habe ich! Nämlich, dass es furchtbar anstrengend ist, immer um und für alles kämpfen zu müssen. Kräftezehrend. Ätzend. Wer sich kurz vor 30 nochmal mit der eigenen Identität und mit der Frage nach seinem Platz in der Welt beschäftigt, kennt vielleicht diese gewisse Ratlosigkeit. Aber eins kann ich für mich sagen: Ich bin auf jeden Fall eine Kämpferin und mein Platz ist das Schlachtfeld aus Sorgen und Chaos, auf dem aber auch bunte Blumen der Glückseeligkeit ihren Nährboden zum Wachsen haben. Every flower must grow through dirt. Stimmt wohl. Und weil das jetzt zu gefühlsblumenduselig wird, hier ein bunter Blumenstrauß aus dem Vickie-Leben der letzten Wochen!

Gedacht: „Veränderungen sind toll, aber warum müssen Veränderungen auch immer Probleme mitsich bringen?“

me-down-lowBesonders Schlimm (in Kurzfassung): Raum genommen bekommen, Beleidigungen, dumme Kommentare und offensichtliches Angestarrt werden wegen meiner Luftröhrenschnittnarbe, eine immense finanzielle Überbelastung, vom Arbeitgeber an allen Ecken und Enden ausgebeutet werden und sich von älteren Kolleginnen, die in Teilzeit arbeiten, nach einer 42 Stunden Arbeitswoche anhören müssen, dass man ja gar nicht wisse, was „richtige Arbeit sei“. So viel emotionaler Müll, der wirklich nicht hätte sein müssen. 😦

Besonders Schön: Alles vergessen auf lustigen Partys, ein bisschen Kultur bei der Freak Show und bei The One im Friedrichstadtpalast, es endlich zum Lieblings-Eisladen geschafft zu haben, das erste Gössi im Sonnenschein trinken, das erste Mal im Garten grillen. Dazu Besuch aus Köln und die verbrachte Zeit mit anderen liebenswerten Menschlein. Wie jedes Jahr auf dem Myfest gewesen sein, an den Liebnitzsee radeln, Ausflüge nach Frankfurt Oder und nach Werder an der Havel, wo zu meiner Freude noch ein Oldtimer Treffen mit lauter hübschen alten Autos stattfand. Mit Freundinnen auf dem Flohmarkt reich werden, Arbeitskolleginnen, die jede olle Arbeitsschicht zu einer lustigen Angelegenheit gemacht haben, Kanu fahren, auf einer Party mit lauter geilen alten Emo-Songs abtanzen und natürlich mein spontanes Glück auf dem Berliner Wohnungsmarkt! Der Umzug ist natürlich gerade ein großes Thema für mich, allerdings werde ich meinem Wohnungswechsel noch mal einen eigenen Beitrag widmen.

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Highlight: Nachts betrunken zu fünft im Kofferraum nach Hause gefahren werden und dabei ganz laut Backstreet Boys hören, der wohl beste aller Momente.

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Partnerlook können wir schon!

Dankbar: Für meinen Freund. Der nicht nur wunderschön ist, sondern mich immer unterstützt, mir Mut macht und mich erkennen lässt, dass das Leben ganz anders, aber auf eine neue Art echt schön ist, seit wir wie verrückt zusammen kleben. ❤

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New In: Als ich wieder angefangen habe zu arbeiten, habe ich unfassbar viele neue Klamotten gekauft, obwohl ich wirklich genug habe! Am meisten freue ich mich aber über mein UK-Gedenktattoo 🙂


Gelesen: Ich lese gerade diverse Bücher parallel, aber keins davon so richtig mit Herzblut, schade eigentlich. Dafür fand ich diesen Beitrag von Dandy Diary richtig gut, ich mag Dandy Diary zwar sonst nicht so gern, aber die Kritik an Zalando ist durch und durch berechtigt!

 

Fand ich gut: Die Abschaffung des Echo! Ich weiß, es ist schon lange kein Thema mehr, aber die ganze sexistische & antisemitische Kackscheiße von Kollegah und Farid Bang kann nun echt niemand als künstlerische Freiheit abtun oder gar gutheißen! (Sich mal Videos von diesen Pappnasen angucken dürfte schon ausreichen, aber Vorsicht: Wutgefahr!)

Gebastelt: Zur Beruhigung nach allem was mich aufgeregt hat und weil mein Lieblingsgirl Esra endlich nach Berlin gezogen ist, habe ich mich zum ersten Mal seit der Grundschule an einer mini Makramee Blumenampel versucht, so als kleines Einweihungsgeschenk. Mein ersten Versuche waren noch ziemlich holprig, aber Spaß hat es gemacht und ich denke ich werde der Entspannung wegen auch in meiner neuen Wohnung weiter knüpfen und knoten.

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Das Foto ist von http://www.nachgesternistvormorgen.de geklaut! Esra versteht es sehr gut, Dinge wunderbar in Szene zu setzen, guckt’s euch mal an! ❤

Außerdem habe ich zusammen mit Hasi eine Wand in meinem Zimmer dunkeltürkis gestrichen. Gut, dass ich bald ausziehe und sie nun wieder weiß machen muss. #fail

Auf dem Plan: Am Wochenende bekomme ich schon die Schlüssel für meine neue Wohnung, ich bin so aufgeregt und gespannt auf die ganze Bastelei, denn es müssen einige Sachen der Vormieterin noch entfernt bzw. die üblichen Schönheitsreparaturen gemacht werden. In meinem Umzugschaos bekomme ich noch Besuch von einer meiner liebsten Unifreundinnen, generell stehen endlich wieder einige soziale Events an, die ich bei einer 40 Stunden Arbeitswoche schlichtweg nicht wahrnehmen konnte und ich bin natürlich irre gespannt auf meinen Probearbeitstag in der neuen Redaktion!

Wunschträume: Ich will ans Meer! Und nach Warschau und nach Sofia und äh nach England. Berlin im Sommer ist schön, aber ein bisschen Heimweh bleibt eben doch immer… Und weil dagegen nur laut Musik hören und rumgrölen hilft, verabschiede ich mich an dieser Stelle mit meinem Lieblingssommersong 2018

Tschüssi & bis bald! ❤

 

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