Auf Reisen: Halt den Sommer fest in Budapest

Neulich hatte ich Geburtstag und anlässlich dieses tollen Tages schenkte mir Hasi ein Rätsel in Form eines Puzzles. Ich nahm das erste Teil, irgendwas mit blauem Hintergrund und einem Türmchen drauf, und sagte: Oh toll, wir fahren nach Budapest! Hasi, verwirrt und schockiert von meiner blitzschnellen Auffassungsgabe, hat mir tatsächlich einen kleinen Ausflug in die schöne Donaustadt geschenkt und so verbrachten wir das letzte Wochenende bei feinstem Sommerwetter in der ungarischen Hauptstadt.


Als ich heute früh aus dem Haus ging, wehte mir eine eiskalte Brise frische Herbstluft um die Nase und sorgte für die unschöne Erkenntnis, dass hier in Berlin jetzt wohl endgültig Herbst ist. Deprimierend. Schließlich war ich bis zuletzt noch auf der Suche nach dem Sommer, der dieses Jahr scheinbar ausgefallen ist. Klar, es gab einige (herz-)erwärmende Momente, die ich für mich festgehalten und aufgesaugt habe, aber der Gedanke
an Kälte und Dunkelheit stimmt mich gerade alles andere als fröhlich. Und ich habe das Gefühl, dass mich diese ewig dauernde kalte Jahreszeit mit jedem Jahr mehr und mehr fertig macht. Mental alles andere als bereit für Schals und dicke Jacken, will ich mich verweigern, irgendwo in den Süden ziehen, wo immer Sommer ist und schwelge melancholisch in Erinnerungen. An dieses leichte Gefühl luftiger Kleidung, an das Gefühl von Sand unter den Füßen, nassen Haaren und Sonne auf der Haut und im Herzen. Ginge es nach mir, käme nach dem Sommer gleich wieder Sommer als neue Jahreszeit. Aber wer fragt mich schon? Niemand. Also bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als den Verlust des Sommers voller emotionaler Dramatik und Melancholie zu betrauern, mir einen neuen Wollpulli zu kaufen und in Erinnerungen an die wohl letzten schönen sommerlichen Tage dieses Jahres zu schwelgen. Hier also ein paar Random Reisefactsz aus dem besonders schönen Budapest!


In Budapest stehen einige beeindruckende Hotels, allerdings gibt es auch viele richtig tolle AirBnB Wohnungen. Freunde von mir haben neulich in einem ausgebauten Bunker mit Schaukel und ähnlichen Interior-Späßchen genächtigt, ich bevorzuge die Altbau mit Fischgratparkett-Variante, um mich in Punkto Wohnen ganz hochherrschaftlich in dieser charmanten Stadt zu fühlen. Und zentraler hätte unsere Unterkunft wohl nicht sein können: Direkt vom Bett aus, konnte man den Blick auf Europas größte Synagoge genießen. Wohnhaft in der Dohány utca, der Tabakgasse, waren wir also mittendrin, im hippen (und vor allem wunderschönen!) jüdischen Viertel. Neben schweren alten Möbeln und dem hübschen Parkett hatten wir übrigens auch ein goldenes Bad.


Budapest ist voller Aussichtspunkte, da wären zum Beispiel der Gellertberg oder das Burg- und Schlossviertel. Um die meisten zu erreichen, muss man wandern. Das geht ordentlich in die Beine, wird aber -ist man erstmal oben angekommen- mit einer wunderbaren Aussicht über die ganze schöne Stadt belohnt. Wer faul ist, kann auch eine Runde mit dem Riesenrad drehen, das ist in Budapest vergleichbar mit anderen Städten wie London sehr günstig. (Knapp 5 Euro für mehrere Runden)


Wie schon erwähnt, wohnten wir direkt gegenüber der Synagoge, also mussten wir natürlich auch mal rein. Man sollte sich entsprechend eines Synagogen-Besuchs kleiden, sonst ist man am Ende des Tages der „Tourist of Shame“, der zur Bedeckung der Schultern ein großes Stück Küchenrolle umgewickelt bekommt. Hasi sieht mit einer Kippa übrigens ganz niedlich aus. Gleichermaßen ist die Synagoge auch einer von vielen Gedenk-Orten. An die Erschießungen jüdischer Ungarn, erinnern in der Nähe der Synagoge sechzig Paar Schuhe aus Metall, eines der schönsten und traurigsten Mahnmale zugleich.

 


Ist eine gefährliche Angelegenheit. Autofahrer kennen kein Pardon und nieten dich und dein Fahrrad eiskalt um, wenn es ihnen gerade so in den Kram passt. Mit dem Fahrrad mobil zu sein, macht die jedoch Stadterkundung unglaublich angenehm! Und wir hatten sehr großes Glück mit dem Fahrradverleih Yellow Zebra, der uns die Räder ohne eine horrende Summe an Kaution und sogar bis 21Uhr ausgeliehen und uns obendrein ganz liebevoll Ausflugs-Empfehlungen gegeben hat.

5. Noch mehr Verkehrsabenteuer: Unbedingt mal mit der M1, der Millenniumi Földalatti Vasút, fahren! Sie gehört zu den ältesten U-Bahnen der Welt. Außerdem sind viele der Budapester Bahnhöfe sehr hübsch gestaltet.

An einem 9. September so schönes Wetter zu haben, dass man um 18Uhr im Schein der allmählich untergehenden Sonne im Freibad noch seine Bahnen drehen kann, ist wohl selten und definitiv eines meiner Sommer-Highlights! Das Palatinus Strandbad auf der Magareteninsel hat mit seiner schönen Kulisse (Schwimmbecken, die von Tannenbäumen eingerahmt sind), einem halbstündigen Wellenbad, einem bunten Rutschenturm und warmen Solewasserbecken überzeugt, auch wenn man nach einem Bad in dem warmen Wasser stinkt, wie ein kleines altes Ei. Zum Glück waren ja kaum andere Besucher da, die das riechen konnten, hihi. Auch das Szechenyi Heilbad ist einen Ausflug wert, aber bei knapp 30 Grad war die Vorstellung in einem Warmwasserbecken abzuhängen nicht wirklich erstrebenswert und außerdem ist der Eintritt dort um einiges teurer als im Palatinus.


Den ganzen Tag in der Stadt rumlaufen oder Radeln ist anstrengend und macht hungrig. Wo die deftige ungarische Küche ihren Ursprung hat, weiß ich bis heute nicht. Es ist nicht unbedingt die einfachste Stadt für Veganer oder Vegetarier, aber bisher bin ich immer satt geworden und einige der Lokale sind auch am Aufholen, was das Essen betrifft. Es gibt mittlerweile jede Menge Asia-Food Läden, allerdings will ich in Ungarn lieber landestypische Küche als Pad Thai essen. Abhilfe schaffte da der kleine Streetfood Markt neben dem legendären Kulturcafé Szimpla, der neben Langos und Burger auch veganes Gulasch im Brot zu bieten hat. Auch feurige, gebratene ungarische Paprika ist einfach nur köstlich! Und egal was man isst: Es ist immer fettig und lecker! 🙂


Traue niemals einem Reiseführer aus dem Jahr 2011, denn dann stehst du voller Vorfreude auf Zuckerwatte und Karussell fahren plötzlich vor einem längst geschlossenen Freizeitpark und guckst doof. Alternativ befindet sich daneben jedoch ein Zoo, nicht die ethisch korrekteste aller Freizeit-Beschäftigtigungen aber zumindest gab’s viele süße Tiere: aufmerksamkeitsgeile Riesen-Otter, Erdmännchen, die sich streicheln ließen, flirtende Wellensittiche, kleine Kängurus und diese unfassbar niedlichen Faultiere! Kleines Quiz am Rande: Findet ihr das Faultier-Baby?


Einen Abend waren wir so müde, dass wir ein Stündchen vor dem Fernseher gelümmelt und uns lustige ungarische Musikvideos, sowie Werbung angesehen haben. Der beste Clip war wohl ein Video für ein Mittel gegen Vaginalpilz, in dem die Protagonistin versucht hat, den ungeliebten Gast zwischen ihren Beinen mithilfe eines Gartenschlauches abzuduschen. Genau mein Humor-Niveau! 😀


Das Nachtleben in Budapest tobt, vor allem wenn die Nächte so schön warm sind! Bierfreudige Briten tümmeln sich natürlich vor Pubs, ich mag günstigen Wein und so ziemlich jeden verschlägt es irgendwann mal ins Szimpla Kert, die wohl bekannteste „Bar“, die man auch Ruinen-Bar nennt. Sie besteht aus vielen offenen und unterschiedlich gestalteten Räumen, einem großen Innenhof, mehreren Tanzflächen und Bars und man kann irre viel Klimborium dort entdecken. Neben Partys und Live-Musik mag ich das bunte Publikum dort sehr: Vom Anzugträger bis zum Weltenbummler ist jeder im Szimpla zu finden.  

 

 

 

 

 

Generell ist Budapest nicht nur eine wunderschöne, sondern auch eine sehr offene Stadt mit vielen freundlichen Menschen, viel Kultur und noch mehr schönen Häusern. Ich kann’s kaum abwarten wieder hin zu fahren und behalte die letzten schönen Tage des Sommers ganz fest in meinem Herzen. Wart ihr auch schon mal in Budapest und habt darüber gebloggt? Schickt mir Eure Links, ich will gucken! ❤

Hier noch der letzte Random Fact:


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Roadtrip Adventures: Mit dem Smart ans Meer

Da ich mich ja neuerdings und jetzt endlich Autofahrerin schimpfen darf, habe ich nach Erhalt meines hübschen rosa Fahrerlaubnis-Zettelchens nicht lange gefackelt und mich auf einen rasanten Roadtrip begeben.

Mit dem Smart ans Meer, das war der Plan und so habe ich Hasi in den Kofferraum gesteckt, die komplette Campingausrüstung auf dem Beifahrersitz verstaut und uns ca. 1330 km von Berlin nach Rügen, Lübeck, Kiel, Dagebüll und wieder zurück kutschiert. Weil unterwegs so einiges los war, gibt es hier ein paar Random Roadtrip Facts, Ta Dah! Los geht’s:

1. Die Route
Ein entspannter Urlaub sieht wohl anders aus. Innerhalb von 5 Tagen ging es von Berlin nach Rügen, von Rügen nach Lübeck, von Lübeck nach Kiel und von Kiel nach Dagebüll bzw. auf die kleine Insel Föhr. Ich wollte alles sehen, ich wollte fahren, ich wollte Erlebnisse und habe das alles bekommen! Allerdings war ich nach diesem Trip auch gut erschöpft. 

2. Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Ein Roadtrip als Fahranfänger ist aufregend.
Hasi hat sich sicher gelangweilt, weil ich den Großteil der Strecke alleine gefahren bin. Ich habe mich durch den Verkehr geschlagen, ausführlich das Überholen auf der Autobahn geübt, bin zum ersten Mal auf einer Strecke ohne Geschwindigkeitsbegrenzung gefahren (Smarty McFlys Tacho hört allerdings bei 160Km/h auf und ich habe es auch nicht ausgereizt) und habe gelernt, dass mit den Autofahrern oben im hohen Norden wirklich nicht zu spaßen ist.
Auf Rügen ist Auto fahren nicht gerade leicht, dennoch war ich stolz wie Bolle, dass ich uns unbeschadet quer über die Insel und über die coole Rügenbrücke (aka Strelasundquerung) kutschiert habe!
Und dass 1 Meter Sicherheitsabstand auf der Autobahn bei einem Tempo von 120 Km/h mordsgefährlich ist, sollten auch Fahrer im Kopf haben, die ihren Führerschein schon 100 Mal länger haben als ich. Dachte ich zumindest, aber den waghalsigen Dränglern ist das scheinbar egal. Vielleicht wollten auch alle einfach nur besonders schnell in den Urlaub.


3. Große Liebe Rügen
Für mich unverzichtbar auf Rügen: Ein Besuch am Kap Arkona, dem nördlichsten Punkt Ostdeutschlands. Nach der obgligatorischen Leuchtturm-Erklimmung, inkl. Aussicht genießen, wollte Hasi unbedingt eine Bunkeranlage begutachten, die hatte zu seinem Verdruss aber genauso geschlossen, wie der Slawenwall auf den Klippen. Stattdessen folgte der ebenso obligatorische Spaziergang ins Fischerdorf Vitt und eine Übernachtung am schönsten Strand überhaupt, der Schaabe.

Am nächsten Morgen schlichen wir uns in die Waschräume eines nahegelegenen Campingplatzes und nach einer Runde Katzenwäsche am Waschbecken gings frisch poliert auf eine Wanderung durch den Nationalpark Jasmund.


Pro Tip: Nicht den Eintritt für den Besuch auf dem Königstuhl ausgeben! Da zahlt man Eintritt um auf einem Felsen zu stehen, den man dann gar nicht sieht, weil man ja drauf steht. Besser: Ein paar Meter weiter zur Victoria-Sicht (ich liebe es, wenn Dinge nach mir benannt sind haha) wandern – das kostet nix und man kann auf den Königsstuhl gucken. Der heißt übrigens so weil in alter Zeit derjenige zum König gewählt wurde, dem es als Erstem gelang, von der Seeseite aus den Kreidefelsen zu erklimmen und sich auf den oben aufgestellten Stuhl zu setzen. Zumindest der Sage nach.

4. Im Marzipan-Paradies
Von Rügen ging es weiter nach Lübeck. Was für eine hübsche Stadt! Straßen aus Marzipan, hübsche Häuschen, Menschen, die Abends am Hafenufer Walzer tanzen und leider auch der Ort, an dem uns die traurige Nachricht über Chester Benningtons Suizid erreichte. Die Stimmung war gedrückt, wurde aber durch äußerst liebenswerte Gastgeber, die uns für eine Nacht kostenlos in ihrem Häuschen schlafen ließen wieder erheitert. Ausgeschlafen ging es auch am nächsten Vormittag noch mal durch die hübsche Lübecker Innenstadt und in alle Läden, die irgendwas mit Marzipan verkaufen, sowie in die Kathedrale St. Marien. Es fährt sich übrigens viel besser, wenn man nebenher Marzipan futtern kann.

5. Zwischenstopp: Kieler Förde
Eigentlich wollte ich mehr von Kiel sehen, aber aus Zeitnot verschlug es uns nach dem Vormittag in Lübeck nur für wenige Stunden an den Kieler Hafen. Pünktlich beim Parken kam die Sonne raus und tauchte die Förde in ein wunderbares Blau, die Kieler Kids tummelten sich an den Stegen und als Highlight entdeckte ich Seehunde in einem Becken vor dem nicht gerade einladend aussehenden Aquarium. Dafür waren die Boote umso schöner.

6. Ein Traum von Naturparadies im hohen Norden
Wenn man durch den hohen Norden in Deutschland fährt, kommt man irgendwann in wunderschöne verlassene Gegenden ohne doofe Autofahrer. Kurz vor Dagebüll fährt man kilometerweit auf dem Deich und hat auf der einen Seite die Nordsee und auf der anderen sattgrüne Wiesen, auf denen sich Kühe, Schafe, Schwäne, Möven und Graugänse nebeneinander tummeln. Wunderschön! Und obendrein ist es noch ein Vogelschutzgebiet. Wer mich kennt, kann sich die Herzchen in meinen Augen gut vorstellen.

7. Who the fuck is Dagebüll?
Dagebüll ist ein winziger Ort, an dem die einzige Attraktion wohl der Fährableger ist, von dem aus die Inseln Föhr, Amrun und Sylt angesteuert werden können. Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen die Dorfkids mit ihren Autos zum Fährableger, um dort Fotos von ihren Gefährten im Licht der untergehenden Sonne zu machen – auch ein interessantes Hobby.


8. Ich glaub ich werd alt: Campingplätze machen mir jetzt Spaß.
Ich war schon immer gerne campen, aber nicht unbedingt auf Campingplätzen. Allerdings hat die Übernachtung auf dem Campingplatz in Dagebüll für 2 Personen, Zelt und Auto nur 13 Euro gekostet. Duschen und Toiletten, sowie jede Menge spaßiger alter Campingprofis waren inklusive. Nächte auf Campingplätzen können sehr lustig werden, wenn man bei dem Versuch die Nachtruhe (ab 22Uhr!) nicht zu stören scheitert und die ganze Zeit laut kichern muss. Glück ist da, wenn man einen Zeltnachbarn hat, der lauter schnarcht, als man kichert.
Zudem ist man für die alten Camper als „junge Leute“ ein interessantes Gesprächsthema und alle quasseln einen mit Lebensweisheiten voll. Unser Schnarchnachbar ist übrigens mit einem Kinderwagen von Stuttgart nach Sylt gelaufen und hatte in dem Wagen kein Kind, sondern seinen Campingkram. Ich habe auf diesem Trip nicht nur Gefallen am Campingplatz, sondern auch an Gesprächen mit wildfremden Leutchen gefunden.

9. Bitte nicht schubsen, ich hab ein paar Seehunde im Rucksack
Ich habe es gehofft aber nicht geglaubt, doch während der Fährüberfahrt nach Föhr tummelten sich tatsächlich Seehunde auf den Sandbänken! Eine Familie war so nett und ließ mich die süßen Seehundis durch ihr Fernglas beobachten. Randnotiz: Ein Fernglas einpacken lohnt sich immer!

10. Ich mag die Nordsee nicht – ständig ist da das Wasser weg.
Ich war schon mal an der Nordsee, die Gezeiten sind mir also nicht neu. Dennoch war ich ganz schön schockiert, wie sich bei Ebbe innerhalb weniger Minuten das Wasser verflüchtigt. Und was da alles zum Vorschein kam: Unzählige Krabben, bei deren Anblick ich immer wieder wie ein kleines Mädchen geschrien habe, jede Menge Austern in freier Wildbahn und natürlich die typischen Sandhaufen der Wattwürmer.


11. Urlaubsfeeling auf Föhr
Eine meiner besten Schulfreundinnen (ich hatte 2, haha) hat es jobbedingt in einen Golfclub auf die Insel verschlagen. Sie hat uns mit ihrem Auto durch die Gegend chauffiert (Smarty McFly hat in Dagebüll gewartet, weil es sehr teuer ist das Auto auf der Fähre mitzunehmen), uns schöne Strände, den Golfclub und die grandiose Insel-Disko gezeigt. Da ging’s dann Nachts kräftig und in feinster Dorfdisko-Manier ab.
Am schönsten war es für mich aber, im Watt rumzuspringen und alles einzusammeln, was am Strand so rumlag (leider keine Seehundbabys). Hasi hat wagemutig lebende Krabben auf der Hand gehalten und darauf bestanden, dass wir seinen Drachen steigen lassen – das habe ich zuletzt im Kindergarten gemacht und es hat mir mehr Freude bereitet, als ich gedacht hätte. Und auch wenn es auf den Bildern nicht danach aussieht: Es war nicht kalt und die Sonne hat sich ebenfalls blicken lassen!

12. Anti-Freude
Das Einzige, was mir während des Trips keine Freude bereitet hat, waren unzählige Mücken. Ich hatte wirklich schlechte Laune wegen Mücken! Und auch die Tatsache, dass ich ständig irgendwelches Zeug gesucht habe, war ein wenig stressig. In einen Smart passt eine ganze Campingausrüstung und noch mehr rein, allerdings bedarf es wirklich guter Organisation bzw. benötigt man ein gutes System, um die Dinge, die man gerade braucht zur Hand zu haben. Aber dafür gibt es bestimmt den nächsten Roadtrip, da kann ich das noch mal üben. 🙂 (Oder -wenn ich mal Geld habe- einen Bus, indem alles seine Ordnung hat). Wunderbar war es trotzdem und ich kann es kaum erwarten wieder los zu ziehen!

From Brighton With Love

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Manchmal schlender ich grübelnd durch mein Leben und wunder‘ mich. Wundere mich, warum ich nicht einfach meine Sachen packe, all den unnötigen Kram verkaufe, von mir gebe, bei Mama in den Schuppen stelle und losziehe. Mit einem Koffer voller Habseligkeiten. An einen Ort, der keine Habseligkeiten benötigt, da er zu den größten Schätzen meines Lebens gehört. Manchmal schlender ich durch mein Leben und wundere mich, warum ich nicht einfach hinziehe, nach Brighton. Dieser wunderbare kleine Ort an der englischen Südküste, der so viel mehr ist als unverschämt-gutes Essen, kreative Menschen, für mich so viel mehr als das kleine London am Meer. In Brighton ist alles egal, weil mir schlichtweg (und aus einem nicht-erklärbaren Grund) das Herz aufgeht. Vielleicht ist es die Erkenntnis, dass es für’s Lebensglück nicht viel braucht, aber ein Meer. Vielleicht ist es die Niedlichkeit der Häuser, der Straßen, das kunterbunte Durcheinander aus allem, das dennoch seine eigene Ordnung hat.

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Wirklich, ich sitze irgendwo rum, auf dem Küchentisch oder so und weiß nicht, wovor ich eigentlich Angst habe. Was so schlimm daran wäre, einen Traum zu verwirklichen und (zumindest eine gewisse Zeit lang) in Brighton zu leben. Vielleicht ist es die Angst davor, dass der Reiz für mich nicht in der Unendlichkeit der Dinge liegt? Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß ist, dass Brighton einfach ein bezaubernder Ort ist! Und bevor ich hier noch anfange, psychologisch in mir und meinen Ängsten zu kramen, folgen an dieser Stelle schlichtweg Bilder und ein paar Random Facts von meinen letzten Tagen am Meer. 🙂

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Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass meine Wenigkeit von einem Unglück verschont wurde und ich bin sehr dankbar dafür. Dennoch ist es ein wenig gruselig. Beim Anschlag in Berlin im Dezember war ich nur eine Stunde vorher auf dem Weihnachtsmarkt am Ku’damm und der Typ, der am Mittwoch mit einem Auto über die Westminster Bridge rasen und unschuldige Menschen aus dem Leben reißen musste, hat laut den örtlichen Medien zuvor in Brighton ‚gewohnt‘. Er hätte also genauso gut an der Strandpromenade durchdrehen können.
Interessant ist an der Stelle aber nicht mein Glück, sondern dass an der Küste irgendwie kaum etwas von dem Attentat spürbar war, was mir so erklärt wurde, dass die Zahl der Todesopfer vergleichsweise recht ‚gering‘ war. (Ich finde ja, dass jeder verletzte oder getötete Mensch einer zu viel ist!) Und auch wie die Medien mit dem Vorfall umgehen war ein wenig ungewohnt. Anders als in Deutschland wurde der tote Attentäter schön groß auf das Titelbild der britischen Tageszeitungen gedruckt (Fame, den er nicht verdient hat!) und die individuellen Lebensgeschichten der Opfer ausführlich beschrieben, so zum Beispiel die herzzerreißende Geschichte eines amerikanischen Ehepaars, das gerade zur Silberhochzeit auf Europa-Reise war und nur die Frau hat überlebt, wie furchtbar! 😦

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Ich war schon so oft in Brighton, dass ich es längst nicht mehr an einer Hand abzählen kann und was mich besonders freut ist, dass ich bis auf eine Ausnahme immer gutes Wetter hatte. So auch dieses Mal: Alles blüht schon und die Sonne schien so schön, dass es sich gemütlich am Strand auf den Steinen rumliegen ließ. Und die Sonnenuntergänge sind ein prächtiges Farbenspiel aus Rosa, Blau und Violett.

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Okay wie eben erwähnt, war ich schon häufig in Brighton aber erst bei diesem Besuch habe ich etwas gelernt, worüber ich mir vorher einfach nie Gedanken gemacht habe. Es ist verboten, Steine vom Strand mitzunehmen. Eigentlich logisch. Aber da liegen sooo viele… Und auch wenn es verboten ist: Ich habe es trotzdem getan, hehe.

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Mir fällt kein Laden in Brighton ein, in dem ich schon mal etwas Miserables gegessen habe, aber wenn ich Empfehlungen aussprechen sollte wären es 1. ein Frühstück auf der Dachterasse im Kensingtons (Fleisch bis Vegan und für Studenten sogar günstiger) und 2. ein Essen im Lion & Lobster, dem angeblich ältesten Pub Brightons. Auf jedem Fall ist er wohl der Leckerste, man muss aber Hunger mitbringen! Danach kann das Essen auch dort auf der Dachterasse mit einem Cider oder Ale hinuntergespült werden. 🙂

Außerdem dieses Mal auf dem Speiseplan: Jede Menge gekringelte Pommes mit Käse, ein Veggie Hot Dog mit Chili Sin Carne und frittierte Oliven! Wer auch immer auf die verrückte Idee gekommen ist, Oliven zu frittieren – es ist geil!!!

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Da das ganze gute Essen auch vom Körper verarbeitet werden möchte, empfiehlt sich natürlich ein Spaziergang. Egal ob an der Strandpromenade, durch die Lanes oder von Brighton bis Marina – laufen geht hier überall und ist schön. Diesmal trugen meine Füße mich am Meer entlang bis nach Rottingdean, ein völlig verschlafenes aber sehr süßes Nest, gut 8 Kilometer von Brighton entfernt. Und einen Pub, der meinen maritimen Interior-Vorlieben bestens entspricht, gibt’s da auch. Schööön!

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Bei meinem letzten Brighton Besuch traf mich der Schreck, weil urplötzlich das Riesenrad an der Uferpromenade verschwunden war. Ich weiß nicht wo es hin ist, dafür wurde aber ein riesen Stengel aufgebaut, an dem jetzt das i360, eine rundum verglaste Kabine hoch und runter düst und in einer Höhe von ca 150 Metern einen netten Ausblick über Brighton und Umgebung und das Meer bietet.
Schade ist nur, dass die Glasscheibe so stark spiegelt, dass sich nicht die besten Fotos machen lassen…

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Was ich wohl am meisten in Brighton mag, ist es, morgens halb verschlafen aufs Klo zu schlurfen und schon dabei die Möven draußen kreischen zu hören. Das ist ein verdammt schönes Gefühl. Und manchmal hört sich der Verkehr dazu an, wie das Rauschen des Meeres. 🙂

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Okay, das ist nur die halbe Wahrheit. Doch während England früher für mich das Konsumparadies schlechthin war, belief sich mein Kofferinhalt lediglich auf jede Menge Naschzeug, das es in Berlin nicht oder eher teuer gibt und eine Jeansjacke aus einem Charity-Shop. Charity Shops sind super – eine günstige Alternative zu den meist doch sehr teueren Vintage Stores und viele unterstützen mit ihren Einnahmen noch gemeinnützige Projekte. Das Restgeld ging für Pubfood und Cider drauf und 25 Pfund habe ich noch in der Tasche. Es ist also absehbar, dass ich wieder hin fahren werde. Vielleicht ja irgendwann für immer. 🙂

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Mehr Brightonliebe gibt’s übrigens hier, hier und hier. 🙂

Still in Love: Neues aus Lissabon

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Als ich letztes Jahr in Lissabon war, habe ich mich ganz doll in diese wunderschöne Stadt verguckt. Mir fällt keine vergleichbare Stadt ein, in der man durch die Straßen spaziert und sich an jeder Ecke für einen kurzen Augenblick immer wieder neu verliebt.

Schön also, dass ich letzte Woche mit meiner lieben Freundin Bella wieder da war! Nicht so schön, dass wir irgendwann wieder zurück mussten. Wunderprächtig ist dennoch, dass es jetzt und hier wieder bunte Bilder, völlig unnütze Neuigkeiten sowie die Tragödie vom ertrunkenen Nashorn aus dem liebenswerten Lissabon gibt!
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Lissabon bedeutet ’sicherer Hafen‘ und zu den prominentesten Personen der Stadt gehört natürlich Seefahrer Vasco da Gama, der den Seeweg nach Indien entdeckt hat. ( Im Jahr 1498, für die heimlichen Historiker unter Euch). Nach ihm ist auch die Ponte Vasco da Gama benannt, die mit ihren 17 Kilometern die längste Brücke Europas ist. 

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Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine dieser lustigen Touri-Bustouren mitgemacht. Es war schön und ziemlich chillig, sich vom Bus durch die Gegend schaukeln zu lassen, mit Wind in den Haaren und Sonne im Gesicht.
Am höchsten Aussichtspunkt, von dem man über ganz Lissabon gucken kann, standen wir dann mit unserem Bummelbus direkt vor einem Betonpfeiler und haben gar Nichts gesehen.
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Was wir sonst so gemacht haben: Wir waren auf dem Feira da Ladra, dem ‚Markt der Diebin‘, einem Trödelmarkt mit -natürlich- ganz viel tollem Trödelkram, haben im Sonnenschein rumgesessen und geschwitzt, haben generell viel Zeit mit Kaffee, portugiesischem Süßkram und entspanntem draußen-sitzen verbracht, sind auf dem Castelo des S. Jorge rumgeklettert, haben den Blick vom Balkon unseres Dachgeschoss-Appartements auf den Tejo genossen und ich habe viele Orte wie zum Beispiel das ehemalige Expo-Gelände in Lissabon neu entdeckt, die ich vorher noch nicht gesehen habe. 
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Ich liebe Lissabon, weil es ziemlich untouristisch und eigen ist; Es gibt nicht an jeder Ecke irgendwelche Ketten und der Konsum beschränkt sich auf die Einkaufstraße. Dennoch war die Stadt letzte Woche voller Touristen, unter denen auch auffällig viele Deutsche unterwegs waren (wir 😀 ) – Mysteriöserweise wurden wir jedoch mehrfach für Französinnen gehalten.

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Der portugiesische Präsident hat seinen Sitz im Palacio de Belem, einem rosafarbenen Gebäude. Cooler Typ! Und dass Rosa toll ist, muss ich wohl nicht erwähnen…

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Das braucht die Welt: Pastel de Nata Shots! Noch viel besser als die gebackenen Törtchen ist das Schnapsgemisch aus Kaffee- und Eierlikör mit Zimt. Der Eierlikör muss dabei vorsichtig mit einem Löffel auf den Kaffeelikör gegeben werden. Und obwohl ich Eierlikör sonst total wiederlich finde, ist das mein neuer Lieblingsshot. Prost!
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Zuletzt noch die tragische Geschichte vom abgesoffenen Rhinozeron:
König Manuel von Portugal erhielt 1515 ein Nashorn zum Geschenk. Das arme Tier wurde zunächst von Indien nach Lissabon geschifft, um den König zu beeindrucken. Nach einem halben Jahr, in dem Rhino gegen einen Elefanten kämpfen musste und sich vom Volk beglotzen ließ, befand König Manuel das arme Tier für Langweilig und hatte den perfiden Plan es dem Papst zu schenken. Das Rhinozeros stach also erneut in See und versank dabei leider in einem Sturm vor der Italienischen Küste. An Land gespült, wurde der jämmerliche Kadaver ausgestopft und dem trauernden Papst immerhin noch als Trostpreis überstellt. Da hat er sich sicher genauso doll gefreut, wie ich mich auf meinen nächsten Trip nach Lissabon im kommenden Sommer!
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Auf Reisen: I Like Leipzig.

Die letzten Tage habe ich – um es mal mit einer Alliteration à la ‚Schwiegertochter gesucht‘ auszudrücken – im lauschigen Leipzig verbracht.
Nicht zum ersten Mal, dennoch habe ich ein ganz anderes, für mich neues Leipzig kennengelernt, wie ich es von früheren Besuchen bei der entfernten Verwandtschaft nie gesehen habe.
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Leipzig ist für mich nicht nur frei, frei von alten Erinnerungen und Sorgen, sondern in erster Linie schön. Klar, hier und da findet man auch mal einen Haufen braune Scheiße, aber die positiven Eindrücke überwogen letzte Woche deutlich. Schon allein, weil man mich mit hübschen Häusern (ganz viel Gründerzeitarchitektur!) und einer gewissen – zum großen Teil aus leerstehenden Gebäuden einhergehenden – Roughness ganz doll begeistern kann! Gepaart mit der Natürlichkeit der Leute, dem Wahnwitz einiger Autofahrer und vielen bewundernswerten kleinen Dingen, bin (wohl nicht nur) ich zu dem Schluss gekommen, dass Leipzig irgendwie ein kleines, komprimiertes Berlin ist. Schon allein, weil mindestens die Hälfte aller Straßennamen gleich sind. Und vielleicht ist Leipzig sogar das Bessere Berlin. Hier 10 ganz geheime Anzeichen:

1. Der Punk lebt! Lange habe ich nicht mehr so viele bunte Leute gesehen: Egal ob klassisch-Punk, einfach nur mit bunt-gefärbten Haaren und selbstgebastelten Outfits oder mit stärker tätowierten Körpern als in Friedrichshain – statt Hipster-Einheitslook überwiegt in Leipzig die Individualität! Fettes Like!

2. Süße Namen: Einige Geschäfte tragen putzige Namen wie „Die goldene Kugel“ (Ein Sushi-Laden, passender wäre der Name meiner Meinung nach aber für einen Eisladen!), „Wein und Feines“, „Zum Fährmann“, ein Tattoo-Studio mit Steuerrad im Fenster und so weiter. Hach!
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3. Süße Namen II: Obwohl sich verdächtig viele Ortsnamen mit denen in Berlin gleichen, gibt es noch nett-benannte Orte wie Modelwitz, Lausen oder Ratzelbogen, die mir mehrmals ein Grinsen ins Gesicht gezaubert haben.

4. Diese Häuser! Ich konnte mich schon immer für den Baustil der Gründerzeit begeistern, aber auch Liebhaber von Jugendstil-Gebäuden haben in Leipzig ihre Freude. Nach einem der Drehs bin ich ewig mit der Straßenbahn durch die Stadt gebummelt und hätte heulen können, weil sich eine hübsche Hausfassade an die nächste gereiht hat. Ich kann nicht mal genau sagen, was mich an hübschen Häusern so fasziniert, aber es sieht einfach unglaublich schön aus!
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Und dazu kommt 5: Ziemlich viel Leerstand. Während in Berlin zur Zeit jede noch so kleine Lücke bebaut wird, lassen in Leipzig noch einige leere Gebäude Raum für Träume und//oder wagemutige Erkundungen.
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6. Passt schon! Natürlich gibt es auch in Leipzig das ein oder andere neugebaute Haus, doch die stehen mit ihren glatten Langweilerfassaden zum Glück noch in einem relativ annehmbaren Verhältnis zu den Altbauten und reihen sich optisch ganz unauffällig zwischen die anderen Fassaden. Oder werden gleich mitverschönert. 🙂
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7. Menschenleere. Vom überall herrschenden Gewusel am Hauptbahnhof und im Zentrum mal abgesehen, waren immer recht wenig Menschen auf den Straßen zu sehen. Erholsam!

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8. Und die Menschen
(die da sind), sind nicht perfekt, aber irgendwie authentisch. Und was ich besonders mag: Egal was sie machen, sie machen einfach.

9. Ist es heiß, hilft dir Eis! In Leipzig kann man selbstgemachtes Eis (auch Soja!) für 70 Cent pro Kugel kaufen. Genial. Vor allem bei der Hitze, die wir hatten.

10. Das hat noch was: Wenn hier vom „Alternativen Viertel“ die Rede ist, klingt bei den Leuten immer noch etwas Ehrfurcht mit, als wäre ein „alternatives Viertel“ ein schlimmer Ort. Doch statt unnötiger Randale a la Rigaer94 war die Lage zumindest im ‚alternativen‘ Connewitz tiefenentspannt.
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(Mini) Fotolovestory: Last Week in London

Ahoi, Reisefreunde!
Weil ich wie eh und jeh kein TouriReiseführerSchreiber bin, gibt es hier eine kleine Ladung fröhlicher Fotos & ein paar unnütze Fakten von meinen London-Erlebnissen der vergangenen Woche!

1. Ich habe weder Laptop noch Kamera mit nach London genommen, was tatsächlich eine extrem entspannende Wirkung auf mich hatte. Einfach mal Leben und gucken und genießen, das rate ich jedem! London ist so unglaublich inspirierend!

2. Morgens ging irgendwie alles schief: Ich habe mir Make Up auf meine Hose gekleckert, meine ganzen Pfund-Münzen von den letzten Englandtrips Zuhause vergessen, den Ohrstöpselschutz für einen meiner Kopfhörer verloren und am Flughafen klemmte dann auch noch der Koffer. Ich war selbst überrascht, dass ich irgendwie angekommen bin.

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3. Es macht viel mehr Spaß über Städte zu fliegen, die man kennt, als über welche, die man nicht kennt. So sah ich beim Abflug den Allianz-Tower, das Heizkraftwerk Klingental und natürlich den Fernsehturm. Für alles andere war es leider zu wolkig.

4. Was ich nicht leiden kann, sind Leute im Flugzeug, die einen Fensterplatz haben und den ganzen Flug schlafen. Pah!

5. Immer wenn ich nach England fliege, komme ich bei schönstem Sonnenschein an. Immer wenn ich wieder nach Hause muss regnet es. Der britische Wettergott ist mit mir…

6. Runaway von City & Colour ist ein super ReiseSong!
reisesongs-runaway7. Wir haben einen Tagesausflug in meine Herzensheimat Brighton gemacht: Unterwegs haben wir ein Rudel Pferde in Decken gesehen, von einem eigenen Cottage geträumt und sind natürlich im Kensingtons auf der Dachterasse frühstücken gegangen. Ich kann nicht anders, als es immer wieder zu betonen: Ich liebe Brighton und möchte dort leben! Mehr Brighton Bilder von meinem letzten Aufenthalt gibt’s übrigens hier.

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8. Die Tauben im Kensingtons waren diesmal gieriger als die Möven am Pier. Das Frühstück aber unschlagbar gut wie eh und je!

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9. Ich habe es erfolgreich vermieden, mein Kleingeld im Casino auf dem Pier zu verzocken. Ka-Ching! #heimlicherspielesuchti

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Bella-Vickie

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10. Die wichtigste Lektion: Versuche in London nicht, einen Sambuca anzuzünden! Erstens, das Zeug brennt nicht (ich tippe auf gepanscht) und zweitens, man wird vom Pub Personal knallhart ausgelacht.

11. Essen in Pubs empfehle ich hingegen sehr!

12. Bella und ich sind zwar auch ausgegangen – lustiger waren aber die Abende mit Suff und Süßies aus dem Supermarkt, was wir alles im Zimmer ihres Studentenwohnheims vernichtet haben. Ein Hoch auf Picknick im Zimmer!

16. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen war es übrigens, Bella heimlich und bei irgendeinem Unsinn zu fotografieren, gnihihi.

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13. Apropro Süßies: Ben & Jerrys kostet in London nur 2,50 Pfund und die Hälfte meines Koffers war auf dem Rückflug voller Maltesers!

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14. Ich liebe Supermärkte in anderen Ländern! Allerdings ist mir unerklärlich, wieso Sainsburys halbe Gurken in Plastikfolie verkauft!

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15. Shoppen waren wir auch ein bisschen und ich war zum ersten Mal in meinem Leben bei Victorias Secret. Besonders weird fand ich dieses Anmelde-/Gästelistenprozedere an der Umkleidekabine. Vor allem, weil uns das zuständige Girl ewig ignoriert hat. Und ich dachte, man hat da Sonderrechte, wenn man schon Victoria heißt…Pff!

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16. Wenn am Sonntag Morgen ein BlauAra in der U-Bahn sitzt, dann bist du wohl in London…

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17. Hach, es war schön! ❤

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Habt Ihr auch Bilder und Gedöhns aus London? Dann kommentiert mir hier Eure Links drunter, ich gaffe gerne! ❤

A Night To Remember

Hurraa, heute fliege ich nach London und freu mich natürlich schon riesig auf die britische Metropole und auf meine Freundin Bella, die ich dort besuche. Doch bevor ich wegdüse, erzähle ich Euch erstmal, was ich denn eigentlich letzte Woche in München getrieben habe. München ist ja für Berliner eher nicht so der Place To Be, aber das Event anlässlich Esras 6. Bloggeburtstag war natürlich ein Grund in die Bayrische Haupstadt zu düsen!

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Die Liebe hat also anlässlich ihres langjährigen und unermüdlichen Blogger-Daseins knallhart (und wochenlang!) gearbeitet, um mir und den anderen Gästen einen wunderbaren Abend zu ermöglichen. Denn so ein Event auf die Beine zu stellen ist gar nicht so einfach. Aber ich kann schon mal in feinster Berliner Manier vorwegnehmen: Esra, dit haste super jemacht!

Was ist das Beste an Blogger-Events?
Natürlich leckeres Essen, dass von netten Kellnern serviert wird! Da Esra sich bereits bei der Fashion Week mit mir über das Mikrowellen-Fertigessen auf einer Bloggerveranstaltung beschwert hat, hat sie dafür gesorgt, dass es verschiedene Gänge schmackhafter, vegetarischer Kleinigkeiten gab, unter anderem Gemüse Wraps, ein deftiges Sellerie Süppchen, Quinoa Salat, Mini Polenta und unschlagbar gutes Eis, von der Eventlocation höchstpersönlich. Wirklich, das Eis der Ballabeni Icecream Werkstatt war so lecker, dass ich beschlossen habe, allein deswegen im Sommer wieder nach München zu fahren und mir den Bauch damit voll zu hauen.
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So und während mir beim Gedanken an all die Leckereien schon wieder das Wasser im Munde zusammen läuft (zwischendurch habe ich immer wieder die niedlichen und unverschämt leckeren Kekse von Mein Keks Design vernascht), komme ich mal schnell auf die anfängliche Frage zurück: Was ist das Beste an Blogger-Events? Na Klar: Blogger!
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Wow, so viele nette Menschen waren da, die ihr bestimmt auch kennt: Diana von Modepuppen, das Team von Easywriters, mit der Bombenfrau Sarah von Dressy Ever After, die superduper Sophie von Basicaaparel, Jacy von Kunstseiden und hach – so viele mehr, die Gästeliste war lang! Und obwohl ich wohl der einzige Gast aus dem fernen Berlin war, waren alle nicht nur unverschämt gut aussehend, sondern auch supernett!

Können die Münchener abseits des Oktoberfests überhaupt feiern?
Auf jeden Fall! Esra hat einen DJ engagiert und sogar einen Saxophon-Spieler, der live für Stimmung gesorgt hat. Dazu kamen viele viele Drinks und jede Menge interessante Gespräche, unter anderem mit den Mädels von Chic Dich und FLSK, einer abgefahrenen neuen Thermoflasche, die Getränke länger als 24 Stunden kalt und 18 Stunden (!!!) heiß  halten kann. Und auch wenn es vielleicht nicht ganz unter den Punkt ‚Party‘ fällt – Esra hat einen Vortrag über ihre bisherige Bloggerzeit gehalten, der nicht nur mich bestens amüsiert hat.
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Mein Kritikpunkt:
Es gab nur Gin und ich mag keinen Gin. Zur Zeit trinkt ja jeder Hipster der was auf sich hält, Gin Tonic, aber ich bin nach wie vor die Whisky-Cola-Rock’n’Roll Fraktion und – hab ich es schon erwähnt?- mag keinen Gin. Aber ich wäre ja nicht Vickie Von Freedrinkshain, wenn ich nicht trotzdem getrunken hätte. Mit Gin ist es wie mit Pfeffi – ab dem zweiten gehts 😀 – zumindest bis zum nächsten Morgen… Dann rächte sich mein Whisky-Cola verwöhnter Körper nämlich mit fiesen Kopfschmerzen und ein bisschen Übelkeit.
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Zum Glück habe ich zwischendurch und am nächsten Morgen immer wieder einen der Säfte von Antidote schnabuliert. Bei Begriffen wie Saft, Vegan oder Kaltgepresst bin ich ja meist schon völlig angenervt von diesem Ökotum, aber der Antidote Saft hat gegenüber der Vielzahl vergleichbarer Produkte einen entscheidenden Vorteil: Er schmeckt irre gut! Okay, und der Slogan „Kein oller Smoothie“ hat wahrscheinlich den Rest beigetragen, um mich gnädig zu stimmen. 😀 
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Nach diesem feierlichen Abend brauchte ich erstmal ein ruhiges Wochenende und habe jetzt aber genügend Energie für London. Und falls Ihr es nicht längst tun solltet, rate ich Euch dringend Esras Blog zu lesen! Damit wir auch in 5 Jahren wieder ein Jubiläum zum feiern haben!