Have Heart

Entscheidungsschwierigkeiten: Ich bin mir nicht sicher, ob dies ein klassischer Outfit-Post werden soll oder die Geschichte von inneren Prozessen und Wandlungen. Schnöde Outfit-Posts bereiten mir nämlich schon lange keine Freude mehr. Zum Einen, weil mich 100 Bilder von einem Look (den ich sowieso nicht anziehen oder nachkaufen werde) nicht interessieren, zum Anderen halte ich mich auch nicht gerade für die Inspirationsikone unserer Zeit, haha. Und das ist vollkommen okay so!

Wäre ich in irgendeiner Form inspirierend, würde ich davon absehen andere Leute (genau genommen eine wildfremde anonyme Masse im Internet) zum Kauf von irgendwelchem Konsumkram anzuregen, nur um mich anhand von ein paar Klicks selbst zu bereichern. Ich finde, dass das echt nicht sein muss und bin für Freiheit in sämtlichen Entscheidungen. Egal ob Konsum oder Gefühle: Jeder Mensch sollte sich von dem leiten lassen, was für sein Herz richtig und wichtig ist. Nicht von dem was die Medien und die Gesellschaft propagieren. Diese kluge Weisheit aufzuschreiben, für die ich auch nur 29 Jahre gebraucht hab, ist so schön einfach! Das Ganze in der Realität umzusetzen ist hingegen eine eher langwierige Aufgabe, schließlich muss Mensch sich dafür von den Ideen und Vorgaben der Gesellschaft/des eigenen Umfelds/vom eigenen Kopf wie ein „gutes“ Leben auszusehen hat, lösen. Den Weg zum eigenen Ich finden – keine leichte Angelegenheit, wenn man mal darüber nachdenkt! Ganz im Gegenteil: Ich halte das Zu sich selbst finden für eine Lebensaufgabe.
Und weil ich spirituelle „So findest Du zu deinem wahren Ich“-Anweisungen mindestens genauso blöd finde, wie Shopping Tipps, folgt mit diesem Text in erster Linie der Friendly Reminder, dass ihr einfach euer Bestes tun und versuchen solltet, heraus zu finden wer ihr wirklich seid, was ihr wirklich wollt und nach Möglichkeit immer ganz bei Euch zu bleiben. Ich weiß, dass das echt schwer sein kann, vor allem wenn Mensch (ich auch 😉 ) lieber im Sinne Anderer handelt, um zu gefallen und dafür bei sich selbst zurücksteckt. Auf Dauer macht das aber keineswegs glücklicher. Was hingegen glücklich macht, ist sich in diesen Prozess zu begeben, Fortschritte zu machen und diese wiederum bei sich selbst zu sehen.
Irgendwie im Reinen mit mir. Ich habe das Gefühl, dass ich in den letzten Monaten angefangen habe, viele Dinge zu sehen und zu erkennen, Zusammenhänge sind mir bewusst geworden und auch Auswirkungen auf mein Verhalten und meine Gefühle. Dinge zu erkennen ist wahrscheinlich der erste Schritt auf einem holprigen Pfad, auf dem es wohl immer ein bisschen kompliziert bleibt. Aber dieser Pfad kann zu Änderungen führen und je länger Mensch wandert, desto sicherer wird er. Und unterwegs gibt es viele Dinge zu sehen. Okay, das war jetzt schon ein wenig kitschig-metaphorisch, aber als ich durch die letzten Wochen gewandert bin, habe ich die ein oder andere hilfreiche Erkenntnis erlangt. Wie? Ganz einfach, ich habe bestimmte Dinge in Zusammenhängen gesehen. #einkinderspiel #lol

Ein gutes und prägnantes Beispiel ist da zum Beispiel meine diesjährige Arbeitssituation:
Ich habe mich das ganze Jahr lang schlecht gefühlt, weil ich keinen festen Job habe. Vor lauter Schlechtfühlerei habe ich dadurch lange nicht gesehen, welche Möglichkeiten ich bekommen habe, mich mal so richtig in verschiedene Richtungen auszutoben. Ich hatte einige lustige Jobs und Möglichkeiten, um Geld zu verdienen. Was ich viel zu lange nicht gesehen habe war die Tatsache, dass ich auch ohne Festanstellung ein wertvoller Mensch sein kann, denn wer hat jemals festgelegt, dass Bestätigung und Befriedigung lediglich durch Arbeit erlangt werden können? Eine Lüge!

Ich habe lange nicht gesehen, wie viel Liebe in mir steckt, für die kleinen Dinge um mich herum, für die Menschen mit denen ich in Kontakt stehe, für die Schönheit dieser Welt und für das Leben.

Ich habe angefangen zu sehen was mir im Leben wirklich wichtig ist und damit ging auch einher, dass ich mir selbst ein Stück näher gekommen bin. Und auch wenn ich noch längst nicht frei von allen Zweifeln bin, auch wenn ich ganz genau weiß, dass wieder Phasen kommen werden, in denen alles so schwer ist, dass man meint, es kaum ertragen zu können, bin ich besser geworden. Im mit mir selbst sein.

Gewiss habe ich 2017 keine krasse Karriere hingelegt. Aber ich habe mir die Zeit genommen und mich persönlich unglaublich entwickelt. Natürlich spielt da auch der ein oder andere gute Einfluss von außen mit ein, ein großes Glück, das ich sehr zu schätzen weiß. Schließlich kämpfen wir alle ständig gegen irgendwelche Dämonen oder Energie-Vampire, die die Lebensfreude aus uns nur so heraus saugen. Auch eine wichtige Erkenntnis: Für sich selbst einstehen und weg mit allem, was schädlich ist! Auch das erfordert Mut und geht nicht von jetzt auf gleich. Und das Wichtigste an dieser, an meiner Entwicklung ist, dass ich sie für mich durchlebe. Und es stimmt: Wenn man so gut es geht bei sich selbst ist, kann man auch viel besser für andere da sein.

An dieser Stelle also doch einfach nur Bilder, denn die weltklasse Esra war bei mir und hat nicht nur für intensive, interessante Gespräche, sondern auch für jede Menge schöne Aufnahmen gesorgt, dank denen ich in Bezug auf mein Aussehen auf Fotos auch zu mehr Selbstbewusstsein gekommen bin. Die eigene Äußerlichkeit, auch so ein Punkt. Statt sich einfach mal so anzunehmen wie man ist, verfällt Mensch aufgrund des Wunsches „so auszusehen wie die Anderen“ lieber in Unzufriedenheit. Schluss damit! Denn seine Zeit damit zu verbringen, sich nicht zu mögen ist reine Lebenszeitverschwendung! Und was Esra und ich sonst noch so ausgeheckt haben, erfahrt ihr auch bald! 🙂

PS: Ich trage übrigens alte Klamotten von H&M und Monki 😉 Den Pullover habe ich schon eine Ewigkeit! #makelastseasongreatagain

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Outfit: Right Back At It Again

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Wirklich, so richtig über alles. Musik rettet mir das Leben. Musik macht mein Dasein erst zum Leben. Und es gibt viele viele Bands, die ich richtig mag. Eine davon begleitet mich schon seit Jahren, so seit 2007 etwa. Damals noch so etwas ein Geheimtip unter Post-Hardcore Fans, feierte ich in der Zeit meines jungen Erwachsenen Daseins -gerade in meine erste eigene Wohnung gezogen, erste ernste Beziehung kaputt- das bereits 2005 veröffentlichte Album ‚And Their Name was Treason‘ von A Day To Remember. Darin steckten für mich ganze Gefühlswelten, aber auch jede Menge Power um die damals so groß erscheinenden Probleme durchzustehen. Die großen Probleme von damals wirken heute irgendwie weniger schlimm, aber so ist das mit dem Leben: Man kämpft sich durch Miserien und macht weiter, lebt weiter.
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Trotz gebrochener Herzen ging es also weiter und mein musikalischer Lebensbegleiter A Day To Remember blieb. Auch als ich einen Typen nach dem ersten Typen küsste und auch dann, als ein Dritter dazu kam und für Jahre blieb. Wir die Musik gemeinsam feierten. Und er sogar dafür sorgte, dass die Band mir höchstpersönlich ein kleines Aufmunterungspaket mit signierten CDs und Postern zukommen ließ, als ich im Koma lag. Sogar da habe ich also A Day To Remember ‚gehört‘. Ist wohl an dieser Stelle unnötig zu erwähnen, dass mir diese Band sehr viel bedeutet, oder?

Und vielleicht ist es meine geheime Voraussetzung für einen potentiellen Partner: Er muss A Day To Remember mögen, sonst läuft mit mir gar nichts! Ich scherze, allerdings ist es schon irgendwie verrückt, dass jeder Mann, den ich mag eben auch ADTR mag.
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So und nun kommen wir zu einem großen Problem: Ich bin fast zehn Jahre älter, als in meinen ADTR-Anfängen und natürlich hat sich viel geändert. Zum einen ein wenig mein Musikgeschmack (aber Post-Hardcore geht immer noch!), zum anderen auch ein wenig der Stil der Band. Ich mag das neue Album nicht. Mist. Und heute gehe ich zum Konzert, was der eigentliche Grund ist, warum ich an dieser Stelle mein Outfit mit Band-Shirt und Netzstrumpfhose zeige.

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Denn die Netzstrumpfhose-Tube-Socks-Kombi kommt eigentlich aus dem nicht allzu weit vom Hardcore entfernten Punk!
Na gut, in richtiger Reihenfolge, eigentlich ist die Netzstrumpfhose ja ein ziemlich altes Kleidungsstück: „Ganz ursprünglich wurden Netzstrumpfhosen nur von zwielichtigen Frauen in dunklen Kaschemmen getragen, in den zwanziger Jahren wurden sie von furchtlosen Moderevolutionärinnen ans Tageslicht gezerrt„, heißt es in Nina Garcias Buch Der perfekte Kleiderschrank. Dann kam Modeikone Marlene Dietrich, die nicht nur die Hose an sich für Frauen salonfähig machte, sondern auch die sündige Strumpfhose in ein Fashion Piece verwandelte. S
upermodel Twiggy sorgte dafür, dass die Netzstrümpfe auch in den 60er Jahren angesagt blieben und ein Jahrzehnt später machte Vivienne Westwood die Netzstrumpfhose zum ikonischen Fashion-Statement der Londoner Punk-Ära. Ebenfalls zu erwähnen wären da auch die zahlreichen 90er Jahre Bühnen- und Videolooks von Madonna, die sogar bei Madame Tussauds in Fishnets verewigt wurde.

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Und jetzt hat der geschichtsträchtige Hauch von Nichts ganz Instagram und die Beine moderner Modemädchen  zurück erobert – wer mir da folgt, hat sicherlich mitbekommen, wie mich die ganzen Modeopfer mit ihren Netzstrumpfhosen bei der Fashion Week belustigt haben.
Aber so ist es nunmal, ähnlich wie das Bandshirt oder diverse Schuhe (Vans, Doc Martens etc.) erleben Stücke aus Subkulturen immer wieder einen Diebstahl von besonders ambitionierten Fashion-Girls und somit ihr zyklisches Comeback in der Mode. Ich finde den gegenwärtigen Trend ziemlich nervig, aber ich weiß: Er ist ein bisschen wie Herzschmerz, er geht irgendwann (irgendwann!) vorbei.
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Ich könnte an dieser Stelle noch weit weit ausschweifen und über Musik, Jugendkulturen, Mode und natürlich Herzschmerz sinnieren, stattdessen geht’s gleich auf zum Konzert. Musik an, Welt aus! Und wer weiß, vielleicht spielen A Day To Remember ja auch ein paar der guten alten Lieder – perfekt um in Erinnerungen und Herzschmerz zu schwelgen…

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Irgendwas mit Fashion Week…

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es ist Freitag, eine Woche nach der Fashion Week in Berlin und während meine liebe Freundin Elsi und ich letzte Woche um diese Uhrzeit völlig übermüdet auf den letzten Shows hingen, kommt es mir so vor, als wäre diese Veranstaltung schon viel länger her! Und weil ich zur Zeit ja dem großen Nichts-Tun fröne (spektakuläre Neuigkeiten davon im kommenden Life Update), präsentiere ich dieses Mal statt einem pseudokreativen Diary oder unnützem Fashion Week Wissen einfach nur eine Flut von Bildern und ein paar Gedankenabrisse! Let’s Fetz!

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In Punkto Modewoche hat die (mediale) Schnelllebigkeit einfach absurde Dimensionen angenommen: Es ist Fashion Week, das Internet dreht ein paar Tage durch, weil alle die gleichen Snaps und Instagram-Stories von umherspazierenden Models auf Laufstegen posten und schwupps – am letzten Tag der FW fehlt schon die Hälfte der Leute und spätestens nach der letzten Show ist alles wieder vergessen. Kurzlebige Informationswerte, die eher auf einem „Seht-her-ich-war-da“ basieren, als an einem ernst gemeinten Interesse an der Arbeit der Designer – was ist bloß los mit allen?

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Langlebig ist zumindest meine Leidenschaft für die Mode von Lena Hoschek, mit der ich in die Fashion Week startete und die gleich mit ganz viel Glitzergirlpower loslegte.

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Großes Thema waren für alle Fashion Week Freunde wohl die sogenannten Influencer (ich nenne sie gerne Influenza, weil einige dieser Personen ja tatsächlich einem Virus nahe kommen 😉 )
Okay: was es heutzutage für Erfolg braucht ist nicht etwa Bildung, sondern ein möglichst junges, massentaugliches Gesicht und einen möglichst massenkonformen Stil, bei dem immer wieder die eigene Individualität betont wird. Du brauchst kein Studium, du brauchst Reichweite! Und dann kann der ganze Spaß auch schon losgehen: Frontrow, Leih-Klamotten vom Designer, Show-Einladungen von den zuständigen PR Agenturen und im besten Fall noch irgendeine fancy Kooperation.

Was ist das eigentlich für eine schräge Welt, in der 20-jährige Kids mit operierten Lippen in einem eigenen Schuttle auf der Fashion Week rumgefahren werden?
Was macht das mit denen, wenn sie beigebracht bekommen, dass hübsch aussehen wichtiger ist als Bildung? Wo sind die Verantwortlichen, die ihren Kindern mit auf den Weg geben, dass hübsch aussehen eventuell irgendwann endet oder die ästhetischen Ansprüche der Gesellschaft sich schneller wandeln, als sich das Wort „Instagram-Star“ aussprechen lässt? Wo sind die Eltern, die ihrem Kind beibringen, dass es nur ein billiges Werbegesicht ist, das zu Marketingzwecken benutzt wird??  Was soll aus denen später mal werden? Und wieso zur Hölle mache ich mir eigentlich Sorgen um die Zukunft Anderer??

Weil es eben auch mich ein bisschen nervt. Also, wenn du 50k Follower hast und dir alle den Arsch abwischen: Herzlichen Glückwunsch! Ich bin nicht neidisch. Ich bin aber genervt, wenn ich mich mit Leuten austauschen, Menschen hinter Blogs oder Instagram-Profilen kennen lernen will und die nicht mal verstehen, was man als Journalist überhaupt bei einer Fashion Week macht. Oder deren ‚Reichweite‘ bei Gesprächsthemen einfach nur auf die Anzahl ihrer Instagram-Follower begrenzt ist. Woooow, spannend.

Auch ein tolles Beispiel bei dieser Fashion Week: Ein Mädchen hat einfach nicht verstanden, dass es einen Beruf namens Stylist gibt – jaa, jemand der sich um Klamotten, Outfits und Looks für Models bei Fotoshootings kümmert. Als ich von einem Shooting im vergangenen Sommer und der Freude davon erzählte, dass ich ein wunderschönes Kleid von Steinrohner von einer PR Agentur geliehen bekommen habe, das ich in Szene setzen konnte und dieses Foto auch noch auf dem Cover eines Online-Modemagazins gelandet ist – wurde ich mit völlig verständnislosen Augen angeguckt. „Wie, du hast das jemand anderem angezogen und nicht selbst???“ Ehm ja. Wie gesagt: Reichweite zählt. Und natürlich Ego.

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Der Faktor Selbstvermarktung: ist einfach enorm wichtig. Das Model mit der größeren Reichweite bekommt den Job, nicht das, welches gut laufen kann. Der Fotograf mit dem größeren Bekanntheitsgrad bekommt den Auftrag, nicht der, der eigentlich die besseren Bilder schießt. Und so greift es um uns: Egal welcher Job – die gegenwärtige Zeit zwingt förmlich dazu, dass wir uns möglichst geil selbst darstellen müssen. Gähn!

vladimir-karaleev-mbfw-aw-2017Außerdem habe ich mir noch die ein oder andere -natürlich sehr wichtige- Frage gestellt:

1. Geht Mr. Massimo eigentlich zu jeder Modenschau auf der seine Modelfreundin Rebecca Mir läuft? Ist das nicht irgendwie weirdo, wenn der Partner immer mit zur Arbeit kommt?

2. „Was mache ich eigentlich hier??“

3. Wo sind eigentlich immer die Goodie Bags, mit denen HashMag wirbt? Ist jetzt schon das zweite oder dritte Mal, dass ich keine bekommen habe. Ich bin zwar nicht sonderlich geil auf so eine Tasche, aber wenn man sein Event hauptsächlich mit tollen Tüten bewirbt, sollte man doch auch fähig sein jedem Besucher eine zu geben? Wozu gibt es denn vorab eine Anmeldeliste?

4. Ist es wirklich eine Revolution, wenn Marcel Ostertag eine Rede davon hält, dass wir in unserem Textilkonsum entschleunigen müssen (in dem Punkt stimme ich ja noch zu) – aber im gleichen Atemzug mit seinem gesporten Seat-Auto auf dem Laufsteg rumfährt? Winkt da nicht die Doppelmoral?!

Und 5. Hilft ein Modelabel namens Depression gegen die allgemein aufkommende Internet-und Modeweltsdepression? Ja! Mit lässig-coolen und ein bisschen crazy Entwürfen und halbnackten Menschen, war diese Show am vergangenen Freitag ein ebenso gutes Heilmittel, wie die Tatsache, dass ich während der FW mit ganz lieben Freundinnen rumhängen konnte. Und die sind allesamt keine Influencer! 😉 ❤
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THE REAL BERLIN STREETSTYLE

HURRA HURAAA, die Fashion Week in Berlin ist OVER und während ich momentan damit beschäftigt bin, mich von meinen Schlaf- und Erschöpfungsdefiziten zu erholen, ist es an der Zeit mal einen Blick auf ein paar lustige Looks zu werfen, die da während der Modewoche im und ums Kaufhaus Jandorf flaniert sind!

Neon ist natürlich immer gut, um alle Blicke auf sich zu ziehen. Da kann einfach keiner weggucken!

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Übrigens ist Neon seit irgendeinem Rita Ora Video auch als Pelzpuschel sehr beliebt!

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Generell kleidet sich die Modemeute sehr gern in Felliges und Kuschelpuschel. Warum genau, weiß keiner…

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Genauso gut ist übrigens alles mit Glitzer und Holografie-Gedöhns, um auf den eigenen Style aufmerksam zu machen.

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Apropros Glitzer: Interessant, welches Schuhwerk so getragen wird…

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Und es gibt Fashion Week Besucher, die die hohe Kunst des Mustermix bestens beherrschen!

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Oder auch die des Material-Mixens…

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Was soll ich sagen? Berlin ist einfach eine Style-Stadt! 😉 Mehr von mir und einen vielleicht ernst gemeinten Beitrag über die Berliner Modewoche gibt’s in den nächsten Tagen! Happy Sunday!

Style 2k16: Die besten Berlin Streetstyles

Böse Zungen behaupten ja gerne mal, dass die Berliner sich in schwarzen Einheitslooks uniformieren. Stimmt. Aber es gibt Ausnahmen, die die Regel bestätigen und auf den Straßen der Hauptstadt werden immer wieder Outfits ausgeführt, die an Fragwürdigkeit nicht so leicht zu übertreffen sind.

Wir Berliner sind ja vieles gewohnt und wundern uns eigentlich über gar nix. Und ich will wirklich nicht gemein sein, doch in manchen Momenten kann ich nicht anders als in mich hinein zu lachen, während ich überlege, was sich manche Haupstädter bei ihren Outfits gedacht haben. Leider bin ich oft zu langsam und nicht dreist genug, um das ein oder andere lustige Knaller-Outfit zu knipsen (gelobige mir 2017 mehr Mühe damit zu geben!), dennoch präsentiere ich an dieser Stelle mal ein paar lustige Looks und verspreche: Nix mit schwarzer Uniform! Los geht’s:
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In frischer Frühlingslaune griffen die Berliner auch dieses Jahr wieder zum ewig-währenden Trendmuster: Blume.

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Allgemein ist der Berliner Mustern nämlich so gar nicht abgeneigt.

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Genau wie freshen Farben…

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Und im Sommer geht es stiltechnisch in Berlin gerne mal heiß her.
berlin-streetstyle-sommerstyleUnd zwar richtig heiß!
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Ebenfalls ein großer Trend im Sommer 2016: Pokemon Go! Der Berliner weiß sich natürlich thematisch passend zu stylen.

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Rucksäcke erfreuen sich beim praktisch veranlagten Hauptstädter sowieso stets großer Beliebtheit!

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Und zum Schluss noch ein wichtiger Stylingtipp! Falls Ihr euch mal unsicher seid, was das eigene Outfit betrifft: Greift auf Altbewährtes zurück – dieser Typ weiß, dass Trends kommen und gehen und hüllte sich deshalb schon mal vor allen anderen Hipstern in Ed Hardy und eine schöne Streifenstoffhose. In Kombination mit Mütze, Schal und Permanenttragetasche mein liebster Look 2016! Welcher gefällt Euch am Besten?

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Komm mal Klaro auf mein Karo!

Für mich war es Liebe auf den ersten Blick: Als ich mir vor Kurzem meinen karierten Monki-Zweiteiler gönnte, freute ich mich tagelang, also genau genommen immer noch! Stolz verschickte ich Fotos aus der Umkleide mit „Musste das einfach kaufen“, „So in Love“ und so weiter.
Und während der Großteil meiner Freundinnen ihre Begeisterung mit „Ohh wie schön, Herzchenaugenemoji“ ausdrückte, kam auch eine Nachricht zurück mit der frivolen Aussage „Wow, was für ein schöner Schlafanzug. Wusste gar nicht, dass Karo wieder in ist.“ zurück. Ehm ja. Obwohl diese Miesmacher-Nachricht meine Leidenschaft für meinen grau-karierten Zweiteiler nicht brechen kann, fing ich an über Karos zu grübeln. „Wieder in ist“ – Sind Karos nicht ein ewiger Dauerbrenner, vor allem wenn die Herbstsaison beginnt? Gibt es Zeiten, in denen Karos jemals „Out“ waren? Und was für eine Rolle spielt eigentlich dieses ewig-dämliche „In“ und „Out“-Gedöhns? Gar keine!

Ich finde ja, dass Karo-Muster nicht ein immer-wiederkehrendes Trendding sind, sondern eher so etwas wie ein Dauerbrenner. Zumindest für die kuschelige Herbst-/Wintersaison. Eins galten die Textilquadrate ja bekanntlich als Muster, das für die Schotten ein Symbol für Familienzugehörigkeit und nationaler Einheit darstellte. Dann tobte sich in den 70er Jahren Vivienne Westwood mit Karos in Kombination zu Schnallen und Bändern aus der Sado-Maso-Szene aus, woraufhin Punks mit zerrissenen Karostoffen und Springerstiefeln gegen das damals vorherrschende Establishment protestierten. Und auch im Grunge der 90er Jahre waren Karo-Muster nicht wegzudenken, zumindest sehe (sicher nicht nur) ich Kurt Cobain im Geiste stets im karierten Flanellhemd. Er trug sogar eins, als er Cortney Love geheiratet hat! Und auch die Hipster in Berlin Mitte trugen in letzter Zeit nicht nur viel (zu viel) Bart, sondern auch gern mal karierte Holzfällerhemden. Das Karo ist also nicht wegzudenken!
Auch dieses Jahr setzen wieder einige Designer wie Isabel Marrant und Labels wie Vetements auf „Quadratisch, praktisch, gut“. Okay, edlen Designerkram habe ich natürlich nicht zu bieten (der Großteil meiner Karosachen ist Second Hand), dennoch hier eine spektakuläre Präsentation der Karos & Konsorten aus meinem Kleiderschrank:

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Also, lieber Nachrichtenschreiber: Sei mal nicht so kleinkariert, denn das Textilquadrat war eigentlich nie weg und kommt auch immer wieder. Versprochen.

Und letztlich: Vickies Unnützes Karo-Wissen
1. Seit 2004 findet jedes Jahr in den schottischen Highlands ein Festival mit dem prächtig passenden Namen Tartan Heart Festival statt. Es ist bekannt für coole Musik-Acts und Familienfreundlichkeit. Ich war schon mal in Inverness (wo das Festival stattfindet) aber nicht beim Festival.
2. Und ich will unbedingt mal auf die Orkney Islands, dort ist es nicht nur wunderschön, sondern es gibt noch uralte Weberei-Tradition! Irgendwo müssen die Tartane ja herkommen 🙂
3. Karo-Liebe rostet nicht! Hier hab ich mich gewissermaßen schon mal über eins meiner Lieblingsmusterteile ausgelassen.

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Outfit: Share the Sunshine

Wau, lang gab’s kein Outfit mehr zu sehen! Aber mit mir und meinen Outfits ist das so eine Sache, vor allem gerade jetzt wo es so heiß ist, fällt es mir äußerst schwer mich irgendwie anzuziehen: Das bisschen Bauch will kaschiert werden, die Beine sind zu unsportlich und deshalb nicht vorzeigbar und so weiter…
Ich fühle mich mit mehr Lagen einfach wohler, außerdem ist das doch der eigentliche Spaß an Kleidung: Sich ganz viele tolle Sachen anzuziehen und miteinander zu kombinieren! Aber das ist bei knapp 30 Grad eine echte Herausforderung.

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Neulich habe ich jedenfalls mit der lieben Foxy einen wunderbaren Spätnachmittag im Volkspark Friedrichshain verbracht und trug dabei dieses Kleid, dass es sogar schon ins Styling für meine Abschluss-Arbeit geschafft hat. Zum Glück war es nicht ganz so heiß, deswegen gingen auch die langen Ärmel klar.
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Abgesehen von der Spitze an Ärmeln und Oberteil bleibt das Ganze ziemlich öde – für eine Jacke dazu wäre es dann doch zu warm gewesen. Und wahrscheinlich ist es eigentlich genau das, was den Sommer so angenehm macht – die Dinge möglichst einfach zu halten. Wir haben uns dann jedenfalls ein schönes Plätzchen im Park gesucht, Eis gegessen und beim Quatschen die Sonne genossen. 🙂
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