Komm mal Klaro auf mein Karo!

Für mich war es Liebe auf den ersten Blick: Als ich mir vor Kurzem meinen karierten Monki-Zweiteiler gönnte, freute ich mich tagelang, also genau genommen immer noch! Stolz verschickte ich Fotos aus der Umkleide mit „Musste das einfach kaufen“, „So in Love“ und so weiter.
Und während der Großteil meiner Freundinnen ihre Begeisterung mit „Ohh wie schön, Herzchenaugenemoji“ ausdrückte, kam auch eine Nachricht zurück mit der frivolen Aussage „Wow, was für ein schöner Schlafanzug. Wusste gar nicht, dass Karo wieder in ist.“ zurück. Ehm ja. Obwohl diese Miesmacher-Nachricht meine Leidenschaft für meinen grau-karierten Zweiteiler nicht brechen kann, fing ich an über Karos zu grübeln. „Wieder in ist“ – Sind Karos nicht ein ewiger Dauerbrenner, vor allem wenn die Herbstsaison beginnt? Gibt es Zeiten, in denen Karos jemals „Out“ waren? Und was für eine Rolle spielt eigentlich dieses ewig-dämliche „In“ und „Out“-Gedöhns? Gar keine!

Ich finde ja, dass Karo-Muster nicht ein immer-wiederkehrendes Trendding sind, sondern eher so etwas wie ein Dauerbrenner. Zumindest für die kuschelige Herbst-/Wintersaison. Eins galten die Textilquadrate ja bekanntlich als Muster, das für die Schotten ein Symbol für Familienzugehörigkeit und nationaler Einheit darstellte. Dann tobte sich in den 70er Jahren Vivienne Westwood mit Karos in Kombination zu Schnallen und Bändern aus der Sado-Maso-Szene aus, woraufhin Punks mit zerrissenen Karostoffen und Springerstiefeln gegen das damals vorherrschende Establishment protestierten. Und auch im Grunge der 90er Jahre waren Karo-Muster nicht wegzudenken, zumindest sehe (sicher nicht nur) ich Kurt Cobain im Geiste stets im karierten Flanellhemd. Er trug sogar eins, als er Cortney Love geheiratet hat! Und auch die Hipster in Berlin Mitte trugen in letzter Zeit nicht nur viel (zu viel) Bart, sondern auch gern mal karierte Holzfällerhemden. Das Karo ist also nicht wegzudenken!
Auch dieses Jahr setzen wieder einige Designer wie Isabel Marrant und Labels wie Vetements auf „Quadratisch, praktisch, gut“. Okay, edlen Designerkram habe ich natürlich nicht zu bieten (der Großteil meiner Karosachen ist Second Hand), dennoch hier eine spektakuläre Präsentation der Karos & Konsorten aus meinem Kleiderschrank:

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Also, lieber Nachrichtenschreiber: Sei mal nicht so kleinkariert, denn das Textilquadrat war eigentlich nie weg und kommt auch immer wieder. Versprochen.

Und letztlich: Vickies Unnützes Karo-Wissen
1. Seit 2004 findet jedes Jahr in den schottischen Highlands ein Festival mit dem prächtig passenden Namen Tartan Heart Festival statt. Es ist bekannt für coole Musik-Acts und Familienfreundlichkeit. Ich war schon mal in Inverness (wo das Festival stattfindet) aber nicht beim Festival.
2. Und ich will unbedingt mal auf die Orkney Islands, dort ist es nicht nur wunderschön, sondern es gibt noch uralte Weberei-Tradition! Irgendwo müssen die Tartane ja herkommen 🙂
3. Karo-Liebe rostet nicht! Hier hab ich mich gewissermaßen schon mal über eins meiner Lieblingsmusterteile ausgelassen.

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Outfit: Polka Dots

Huii, dieses Wochenende ist ja schon Ostern und weil ich sehr unfähig bin, was Oster-Bastel Tutorials betrifft, präsentiere ich an dieser Stelle lieber mal wieder ein Outfit, dem Anlass entsprechend in einer ganz wunderbaren Frühlingsfarbe: Schwarz!

Ich habe es bisher nämlich total verpeilt, mein Outfit aus München zu posten, in dem mich die liebe Sophie fotografiert hat, die von ihrem München Trip übrigens ein echt cooles Video gedreht hat, in dem ich auch zu sehen bin. 🙂 Und Sophie: Eine Einladung ist eine Einladung, du darfst mich liebend gern beim Wort nehmen!

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Falls Euch das zu schnell war, gibt’s hier noch mal den simplen aber kompletten Look in Ruhe:

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Ich sage bewusst simpler Look, weil es ebendies ist: Kleid, Jacke und Schuhe – ist jetzt nicht die große Modekunst, aber ich mag eben einfache Dinge. Das Kleid hab ich dank seiner Details, den Pünktchen, der Spitze und dem süßen Rückenausschnitt sehr gern. Und außerdem wissen wir ja alle, dass es gerade die kleinen, einfachen Dinge sind, die das Leben schöner machen, oder?!
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Outfit: A little Touch of Red

Hallo und Herzlich Willkommen im WinterWunderLand!
Nachdem ich Montag schon über die Kälte rumlamentiert habe, ist Dienstag doch glattweg der Schnee vom Himmel gefallen und zumindest bis heute liegen geblieben.
Bei der aktuellen Wetterlage verbringe ich meine freien Tage am Liebsten im Bett und versteck mich mit meiner neuen Lieblings-Kuscheljacke, die ich vor Kurzem hier gefunden habe!

vickie-von-freedrinkshain-im-bett-kuscheljacke-esprit-draußen-zu-kaltIch bin nicht so das Netflix and Chill-Girl – ich lese lieber im Netz oder surf bei Instagram rum und durch Zufall bin ich vor einiger Zeit auf das Profil von Esprit gestoßen, ein Laden, den ich eigentlich nie so richtig auf dem Schirm habe, wenn ich unterwegs bin und dem Konsum fröhne. Aber deren Insta-Feed gefällt mir dank der vielen Naturbilder echt gut! Und meine neue Jacke, für die ich das Bett nicht mal verlassen musste (ein Hoch auf Online-Shopping!) auch, denn sie enthält einen ordentlichen Anteil an wärmender Alpaka-Wolle – Die absolute Rettung bei den fiesen Minusgraden!

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WochenrückblickDings – KW 25

Halli Hallo & Herzlich Willkommen ihr lieben neuen Blogverfolger und Random-Stalker!
Wochenrückblick Ahoi!

Gefühlt: Ich kann nicht abschließen, mit Dingen, die schon längst beendet sind. Die Melancholie ist mein ständiger Begleiter und meine Vergangenheit belastet meine Gegenwart. Ich bin blockiert, verkrampft und kotze mich zum Teil selber an. Es schmerzt. Und ich kämpfe zur Zeit mit Erschöpfung und Motivationslosigkeit, mit Gefühlsduselei auf einer anderen Ebene und mit ähh…ja, weiß auch nicht… Planlosigkeit. Entscheidungsschwierigkeiten. Irgendwie so etwas. Ich weiß es nicht genau, meine Gefühle spielen mir Streiche, irgendwo zwischen irre witzig und zutiefst betrübt. Vielleicht sind das aber auch nur die Auswirkungen von zu viel Stress, wer weiß das schon…
hard-knock-lifeVoll Random: Hiermit möchte ich All Time Low, Enter Shikari und A Day To Remember ganz offiziell dafür Danken, dass sie mich bei nächtlichen Arbeitsexzessen bei Laune halten! Mein Freund konnte mein klägliches Ge-Mitsing-Dudel schon nach kurzer Zeit kaum noch ertragen aber mir hat’s geholfen. Ist ja auch irgendwie furchtbar fast 7 Tage der Woche an einem Text zu hocken und ihn immer und immer und immer wieder zu überarbeiten, feinzuschleifen sozusagen. Irgendwo gab es dazu mal ein Zitat, welches besagt, dass man nie fertig wird, wenn man schreibt. Stimmt. Ich wundere mich echt was man in der Zeit so alles erleben kann. Andere Leute bauen in dieser Zeit ein Haus, glaub ich. Und ich mach Gifs, wenn sich meine Konzentration mal wieder verabschiedet. Dieser Blog besticht durch traurige Warheiten, nicht durch hübsche Bilder. Hier also mein Mighty-Nighty Gif wie das so aussieht, wenn ich mit müden Augen und Motivationsgösser mal wieder am Laptop festklebe:
Me-workingGenervt: Von den Spotify Werbespots, die mich bei meinem Gesing-Dudel gestört haben 😀
Gedacht: Überall ist jetzt mal wieder SALE und es interessiert mich nicht. Nachdem ich es geschafft habe Zuhause ein bisschen Ordnung ins Kleiderchaos zu bringen, habe ich festgestellt, dass ich genug massenindustriell hergestellten Mist besitze. Noch mehr davon brauch ich nicht. Dennoch: knallharter Haul bei ikea: 4 Tüten hübsch verpackte Samen für je 19 cent! #verpackungsopfer

Erledigt: Tomaten&Co. sind endlich umgetopft, der Antrag auf Halbwaisenrente ausgefüllt & verschickt und Omi’s gute alte Kommode neu lackiert.
erledigt-done

Gelesen: Diesen fragwürdigen Artikel über Veganer und Drogen. Also: Mein Herz sagt Veganismus ist eine gute Sache, denn irgendwo muss man ja anfangen, bei der Bearbeitung der Weltprobleme. Dennoch bin ich genervt davon, dass Veganismus eben auch einfach nur ein Riesen Trend ist, von dem viele viele Leute einfach nur finanziell profitieren wollen und der häufig auch im Widerspruch zu einigen Gewohnheiten steht: Vegan leben aber gleichzeitig unbedingt jedes neue Nike-Modell haben wollen, billig produzierte Kleidung tragen oder eben koksen. Tierquälerei geht gar nicht! Aber seit wann steht das Leid der Tiere denn über dem Leid anderer Menschen? 😦 Das finde ich nicht gerade gutmenschig… Deswegen spricht mir der Absatz: „Wie kann es aber sein, dass das Stereotyp des Innerring-Berliners unter 30 versucht, vegetarisch oder vegan zu leben, auf Märkten biologisch angebaute, regionale Lebensmittel kauft, sich beim Bikram-Yoga körperlich und seelisch optimiert, den Kapitalismus kritisiert und gegen Waffenlieferungen ist, Ökostrom bezieht und Deutschunterricht für Geflüchtete gibt – und dann Freitag bis Sonntag vollgekokst im Sisyphos hängt?“ schon ein wenig aus der Seele 🙂 Ja, manchmal ist sie merkwürdig, die Welt in der wir leben…

Gegenwart & Zukunft: in wenigen Tagen zieht mein Lieblingsmensch nach Hamburg und dann bin ich allein Zuhaus. 😦 Um mir die Miete leisten zu können werde ich ab August wieder eine WG gründen und ein Zimmer vermieten, weshalb ich auf- und umräumen muss. Auf die Umgestaltung hab ich ja schon Bock, auf alles andere eher weniger, wir sind jedenfalls (noch) nicht fernbeziehungserprobt. Mal sehen wie das so wird; Zumindest wenn ich an meine alten WG Zeiten denke, kamen da ja die irrwitzigsten Geschichten bei raus… Und außerdem bekomme ich ja im Juli Fashion-Week-Besuch & bin schon ganz vorfreudig! Seid gespannt!