Life Update 12/17

Mit meinem letzten Life Update war ich irgendwie unzufrieden und während mich die Ausläufer einer kurzen, aber leicht depressiven Phase noch ein wenig quälten, bekam ich plötzlich und völlig unverhofft die ein oder andere aufmunternde Nachricht. Die lieben Worte, mit denen ich zu diesem Zeitpunkt so gar nicht gerechnet hatte, waren der Auftakt zu einer etwas besseren Stimmung, obwohl ich nach wie vor immens unter der draußen vorherrschenden Kälte und Dunkelheit und dem Gefühl mein Leben zu verpassen, weil ich den Großteil meiner Zeit an meinem Arbeitsplatz hänge, leide. Aber hej, manchmal muss man eben erst auf dem bröseligen Boden der kaputten Tatsachen ankommen, um etwas neu aufzubauen! Das ist sogar wirklich passiert; nach einer merkwürdigen Begegnung war ich für ein paar Tage emotional ganz weit unten. Aber mit der Gewissheit, dass die bevorstehende Zeit einen ganz neuen, freien Lebensabschnitt mit sich bringt, ist die Situation einigermaßen erträglich geworden. Ich habe gelernt, dass man sich manchmal im Leben nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder von etwas verabschieden muss, das ist hart. Aber vielleicht wird es irgendwann machbar.

Für alle, die wissen wollen, wie das Vickie-Leidensdrama denn nun weitergeht, hier ein neues Life Update! Vielleicht das Letzte für dieses Jahr, mal sehen was die unbesinnliche Weihnachtszeit außer sehr viel Arbeit noch so hervorbringen wird…


Gefühle: Gerade bin ich ziemlich glücklich – ich glaube der kurze Ausflug nach Amsterdam hat mir besser getan als gedacht! Bzw. auch die Verbindung des Ausflugs mit dem Konzertbesuch. Enter Shikari ist eine super coole Band (Wiederspruch akzeptiere ich nicht!), die mich schon seit meinem 17. Lebensjahr begleitet. Damals im Keller des Knaack -ein ehemaliger Club, der natürlich dem Prenzlauer Berger Bebauungswahn zum Opfer gefallen ist und deswegen geschlossen wurde- war deren erstes Album Take To The Skies ein Oberknaller, sowas wie die Revolution des Post-Hardcore, denn Enter Shikari waren die Ersten (die ich kannte), die Post-Hardcore mit elektronischen Elementen verbunden haben und zwar so, dass es gewaltig knallt und bis heute einfach nur Spaß macht.

Bedingt durch das Konzert höre ich gerade wieder ziemlich viel Enter Shikari und bin ein bisschen sentimental bei dem Gedanken daran, wie viel passiert ist, seit ich diese Band kenne. Da hängen ziemlich viele Erinnerungen dran: Das Knaack geschlossen, der Streit mit meinem Ex-Freund aus der Schule auf dem Weg zum ersten Konzert, wo sich mein 18-jähirges Ich dann aus Ärger mit den großen starken Typen geprügelt hat, Menschen, die in mein Leben kamen und gingen, alles was passiert ist in diesen 10 Jahren seit die Band mal mehr, mal weniger in meinen Ohren und meinem Leben war – und plötzlich stehe ich da, mit Hasi in einer alten Kirche in Amsterdam und alle in dieser Kirche schreien gemeinsam im Chor And still we will be here, standing like statues. Was dann folgte, war ein grandioser Mix aus Gänsehaut-Momenten und Dauerparty. Diese Band hat in den 10 Jahren nicht aufgehört gute Musik zu machen, sie sind lustig, politisch und kritsch, manch einem mag das alles zu experimentell sein – aber ich sag nur: Genau hinhören!

24 Stunden Amsterdam: Mit 18, also vor 11 Jahren war ich das letzte Mal in Amsterdam und mein jugendliches Ich hat in seinem damaligen Rausch wohl gar nicht so richtig mitgeschnitten wie unfassbar schön diese Stadt ist!


Auch wenn es zunächst echt ein Schock war vor Ort nicht im Verkehrschaos zwischen Auto- und Radfahrern umzukommen, war das Student Hotel Amsterdam eine wunderschöne und stilsichere Unterkunft, die uns mit Honigwaffeln begrüßt, mit einem gemütlichem Zimmerchen beherbergt und mit einem Kaktus und einer Flasche Wasser verabschiedet hat. Auch unterwegs sind Hasi und ich einigen super freundlichen Menschen begegnet und an jeder Ecke war irgendetwas Hübsches oder Interessantes. Einzig, dass wir verwöhnte Berliner sind haben wir mal wieder gemerkt, als wir Abends nach dem Konzert noch etwas essen wollten – zum Glück gibt es ja den ein oder anderen Frittenladen! 🙂 Die Herausforderung des Trips war übrigens, nur mit einem Rucksack und einem Outfit zu reisen. Das hat aber auch geklappt und es hat sich super angefühlt, weit von zuhause weg zu sein und quasi nichts bei sich zu haben. Nach all den Jahren habe ich mich echt noch mal neu in die schöne Stadt verliebt! Und nicht zu vergessen: Die Sprache! Wie niedlich ist bitte dieses Niederländisch?!




Und was war sonst so los: Als ich zwischendrin mal kurz Freizeit hatte, hatte ich mit meinen Lieblingsfreunden einen super Abend in einer Kreuzberger Bar und am nächsten Tag einen fiesen fiesen Kater, der mich zur Arbeit begleitet hat, ich habe einen schönen Nachmittag mit Veri verbracht, meine Hausärztin hat mir die positiven Ergebnisse meines Blutbilds präsentiert und ich habe mir ein paar neue Sachen gegönnt: Eine supercoole Jacke (es war Liebe auf den ersten Blick!), ein rotes Samt-Kleid, eine gelbe Tasche und dicke Söckchen gegen kalte Füße. Normalerweise bin ich ja kein Freund der großen Konsum-Prahlerei aber in einem Bekleidungsgeschäft mit Mitarbeiterrabatt zu arbeiten, verleitet einen dann und wann dann eben doch. Und sich einfach mal etwas zu gönnen, woran man sich erfreut ist bei mir auch eine psychische Sache, die von Freude am Leben zeugt. Dennoch nicht zu verwechseln mit Konsum, der nur darin gründet, irgendeine andere (innere) Leere zu füllen!

Hell yeah: Mein Auto hat Winterreifen bekommen und die kaputte Lampe wurde repariert – jetzt bin ich nach einigen Wochen wieder zurück im Autofahr-Business und es macht mir soo Spaß zu fahren! Bevor ich ins Auto steige, bin ich immer ein bisschen panisch, wenn ich dann aber drin sitze und alles klappt, freu ich mich immer wie ein Schnitzel und will gar nicht mehr aufhören zu fahren. Das Thema ist mir gerade ziemlich wichtig, da ich in London sicher nicht fahren werde und Angst hab, es zu verlernen (Geht sowas?) Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass sich andere Frauen für mich stark gemacht haben. Von ihrer Seite aus war das wahrscheinlich ganz unbewusst aber ich hab das wahrgenommen und mich irgendwie total gefreut. ❤

Hell No: Die Tage bis London schwinden nur so dahin, eigentlich toll, denn ich kann es kaum abwarten da zu sein und zu erfahren, was das Leben dort aus mir macht bzw. was dieses Abenteuer mit sich bringt – allerdings muss vorab noch so viel organisiert werden und die tausend Gedanken in meinem Kopf machen die Sache gerade ganz schön anstrengend…

Auf dem Plan: Der Dezember ist da und mit ihm geht es jetzt auch für mich in Richtung Geschenke-Sucherei! Dieses Jahr werde ich aus Zeitnot wohl nicht viel selber machen, sondern ein bisschen dem Konsum frönen und bin gespannt, was für wen zusammen kommt. Ich gehöre zu den Menschen, die lieber etwas verschenken, als geschenkt zu bekommen hihi. Und ich hoffe imständig noch einige liebe Freunde zu treffen, bevor ich bald weg bin und Zeit für einen Weihnachtsmarkt-Bummel zu finden! Also: Macht euch eine möglichst besinnlich-kuschelige Zeit!

Advertisements

Life Update 11/17


So, da ist er nun der November und mit ihm läuft gerade nicht nur ein nass-kaltes, sonnenleeres Dunkelgrau in Dauerschleife, sondern auch eine merkwürdige Verschwörung, zumindest bei mir. Seit einigen Tagen passiert es mir immer wieder, dass irgendwelche Pläne, Termine oder Vorhaben sich kurzfristig in Luft auflösen! Ich habe eine Verabredung, um meine potentielle Zwischenmieterin kennen zu lernen? Sie sagt 30 Min vorher ab. Ich soll zu einem Seminar? Wird kurzfristig abgesagt. Ich sitze voller Panik in der Radiologie, um mich durch’s Kontroll-MRT zu quälen, da fällt den netten Damen der Radiologie nach einer halben Stunde Warterei auf, dass ich gar nicht behandelt werden kann, weil irgendeine Person mit der zulässigen Qualifikation dafür gar nicht anwesend ist. Ich weiß ja, dass heutzutage nichts mehr sicher ist, aber dieses Durcheinander macht mich ganz verrückt! Hoffen wir mal, dass es zumindest bezüglich des anstehenden Umzugs nicht ganz so wild wird… 🙂

That London Thing: Okay, die Sache mit London ist jetzt sicher! Der Hinflug ist gebucht, der Mietvertrag (eigene Wohnung! In bester Lage! Unbezahlbar!) unterschrieben, der Wunsch die letzten zwei Wochen im März noch durch ganz UK zu reisen ist riesig und ich werde alles tun, um ihn wahr werden zu lassen (finanzielle Spenden bitte an mein Sparschwein hehe) und die Vorfreude natürlich unglaublich! Ich habe schon angefangen die Tage zu zählen und mir gehen tausend Dinge durch den Kopf, was wie wo wann noch organisiert und geklärt werden muss, aber mich könnten auch schlimmere Dinge beschäftigen – also bin ich ganz froh über diese schöne Ablenkung!


New In: Vor ein paar Wochen ist Klausi bei uns eingezogen, von mir auch liebevoll meine „singende Zitrone“ genannt. Klausi ist ein kluges, aufgewecktes Kerlchen und ganz wild auf Piepe, zumindest verstehen sich die beiden prächtig und sind zusammen die Wellensittich-Personifikation von Niedlichkeit! Sie schnattern und schnäbeln den ganzen Tag und ich weiß jetzt schon, dass sie mir wahnsinnig fehlen werden, wenn ich Berlin verlasse! Aber noch kann sich jeder, der mir bei Instagram folgt, über ganz viel Süßschnabel-Stories freuen! 🙂

Gelesen: Diesen Artikel über meinen aktuellen Arbeitgeber, in dem leider doch die ein oder andere Wahrheit steckt… Der Job ist an und für sich in Ordnung, gut bezahlt und macht auch irgendwie Spaß, aber dass auch hierzulande die menschliche (Arbeits-)Kraft ausgbeutet wird, ist leider nicht zu leugnen. Ich bin in den ersten Wochen irgendwie in ein depressives Loch gefallen, fühle mich ständig erschöpft, müde und meiner Zeit beraubt, aber ich weiß zum Glück gerade sehr genau wofür ich da arbeite, das hilft zumindest einigermaßen.


Wunschliste: Ich wünsche mir frei zu sein, von depressiven Phasen, von depressiven Gedanken, die mich glauben lassen, für bestimmte Dinge nicht gut genug zu sein. Ich wünsche mir den Mut, mir selbst viel mehr zu zu trauen und statt alles kaputt zu denken, einfach mehr der „einfach-machen“-Mentalität. Viel arbeiten und diese dunkle, graue Jahreszeit tragen da leider auch nicht wirklich zur Aufmunterung bei…

Manchmal öffnen sich Türen und ich habe Angst durch zu gehen

Was aber immer hilft, ist raus gehen und so war ich mit lieben Menschen im Wildtierpark Schorfheide, habe mit meinen besten Freunden gekocht und Halloween gefeiert, ein Wiedersehen zelebriert, im Kino den bewegenden Film „Die Unsichtbaren“ gesehen und mich mit Hasi zuhause eingekuschelt.

Auf dem Plan: 24 Stunden Amsterdam mit dem Rucksack, um Enter Shikari live zu sehen. Ich war vor 11 Jahren zum letzten Mal in Amsterdam und bin gespannt diese schöne Stadt wieder neu zu entdecken!

Also, falls ihr es wie ich auch gerade an akuter Herbst-Sadness leidet, sucht euch etwas, worauf ihr euch freut oder geht raus, sofern sich die Sonne mal kurz blicken lässt! Es gibt immer etwas zu entdecken 🙂 Bis bald & Ahoi ❤

Bambi sagt: Alles wird gut!

 

Life Update 10/17


Oh. Mein. Gott. Wenn ich in diesem Jahr eines gelernt habe, dann mich von meinen und den gesellschaftlichen Vorstellungen darüber, wie ein „gutes, normales“ Leben auszusehen hat, zu verabschieden. Mein Leben ist Chaos, ein ewiges Durcheinander, in dem nichts sicher ist. Oft. Vielleicht immer. Und ich habe endlich gelernt, das anzunehmen und als mein Leben zu akzeptieren. Und wisst ihr was? So langsam gefällt es mir, sehr gut sogar. Es gefällt mir mittlerweile zumindest um Einiges besser als die Vorstellung „Schule, Job, Kinder kriegen, Sterben.“ Nicht dass irgend etwas daran öde wäre, nein, ich glaube ein Kind zu kriegen wird eines der letzten richtig großen Abenteuer sein, die mir bevorstehen – doch bis es soweit ist (schließlich habe ich ja mein Piepsie und bin als Welli-Mutti schon genug gefordert, hihi) warten noch einige andere Abenteuer!
Diese Woche fange ich an, in einem Job zu arbeiten, den ich nie machen wollte, an einem Ort, an den ich nie zurück kehren wollte. Ich arbeite für die kommenden Monate bei einem großen schwedischen Textilhersteller, in Hohenschönhausen. Eine triste Plattenbau-Gegend am Ostberliner Stadtrand, in der ich groß geworden bin. Und das Verrückte daran ist: Es macht mir keine Angst. Ich bin so groß und stark geworden, dass ich nach hsh (so der Volksmund) fahren kann, ohne Panik zu kriegen, ohne emotional in die unendliche Teenage-Traurigkeit, die Sehnsucht nach Freiheit und einem besseren Leben an einem schöneren Ort, zu verfallen. Ich gehe in diesen Job, ohne die Angst irgendetwas falsch oder schlecht zu machen. Ich habe gelernt auf einige meiner guten Fähigkeiten zu vertrauen. Ich habe gelernt, dass bestimmte Jobs nicht alles sind, vor allem nicht dann, wenn ich sie in aller erster Linie des Geldes wegen mache. Und das werde ich brauchen, vielleicht mehr denn je…

Eigentlich rede ich ungern über Dinge, die noch nicht zu 100% sicher sind, da es aber zur Zeit nach so ca 85% Prozent Sicherheit aussieht und mich das Thema sehr beschäftigt, muss ich es einfach los werden: So wie es aussieht, ziehe ich mit Hasi für eine Weile nach London! Also Hasi geht wahrscheinlich nach London und ich habe beschlossen einfach mit zu gehen. Das kam jetzt überraschend und irgendwie schnell und geplant haben wir den März 2018, wahrscheinlich wird es aber schon der Januar. Für mich ist das total krass, sozusagen die Erfüllung eines Lebenstraums. Na ja. Zumindest so halb. Der erfüllte Lebenstraum für mich wäre es ja in Brighton zu leben. Aber zumindest ist Brighton von London aus dann alles andere als weit weg! 🙂

Und während ich eigentlich vor Freude platzen sollte, machen sich viele schräge Gedanken in meinem Kopf breit: Klappt das wirklich? Finden wir eine Unterkunft? Wie überlebt man finanziell in einer der teuersten Städte, wenn man schon in Berlin Dauerpleite ist? Was mache ich in der Zeit mit Piepsie? Und meiner Wohnung? Wie bin ich dort krankenversichert? Herrjeh! Lauter Fragen und noch keine Antworten. Die Zeit wird es zeigen und ich bin sooo gespannt!


Mein Überraschungs-Besuch von dem ich im letzten Life Update berichtet habe, war ein voller Erfolg und ich bedauere es zutiefst kein Foto vom überrascht-schockierten Gesicht meiner Freundin zu haben, dennoch hatten wir ein tolles Wochenende in Nauheim und Mainz, ich habe zum ersten Mal Frankfurt am Main gesehen. Danach war ich in Budapest und habe mich noch einmal mehr in diese wunderschöne Stadt verliebt und es folgte ein letztes Ostsee-Wochenende für dieses Jahr auf dem Darß. Ein wunderschönes Fleckchen, an dem wir die schönste Sandburg des ganzen Strandes gebaut haben! Nach diesem Ausflug war ich froh, endlich zurück in Berlin zu sein und auch erstmal hier zu bleiben, um ein bisschen zur Ruhe zu kommen und mich neu zu sortieren. Doch bevor ich mich auch nur annährend beruhigen konnte, folgte promt das Jobangebot, zack ging’s zum Vorstellungsgespräch und schwupps hatte ich auch schon einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Jetzt habe ich also wieder zwei Jobs auf einmal und jede Menge zu tun. Aber vielleicht lenkt das ein bisschen von der bevorstehenden Winter-Depression ab! Und wenn es draußen eh dunkel und kalt ist, kann man sich die Lebenszeit ja auch gut und gerne mit Arbeiten vertrödeln!
Außerdem war ich unterwegs im Planetarium, beim Olympus Playground (zu dem ich noch einen extra Beitrag machen möchte, wenn ich es schaffe), in Potsdam ein bisschen Kunst angucken, auf dem Kreuzberg Slam, wo tolle Texte über Flug- und Autoverkehr, Fleisch-Esserei oder auch über die Liebe zu Butter vorgetragen wurden und im Panometer in der ebenfalls wunderschönen Stadt Leipzig.


Highlight: Das Konzert von Slaves und Eskimo Callboy! Ich glaube mittlerweile sehr fest daran, dass Konzerte einer der wahren Sinne meines Lebens sind und schon bei der Ankündigung, dass Eskimo Callboy Slaves mitbringen, bin ich ausgerastet, beim Konzert dann umso mehr. Scheinbar war ich unter allen Anwesenden aber der einzige Slaves-Fan, ein Mädel neben mir meinte „Gott, sind die Scheiße“, hat dann aber aus Solidarität doch mitgejubelt. Als Eskimo Callboy dann auf der Bühne standen, waren sich zum Glück alle einig und haben eine riesen Party gefeiert, sodass der Boden im Huxleys ordentlich gebebt hat. Ich habe übrigens immer noch Muskelkater vom rumspringen, wirklich: Wer gute Konzerte besucht, braucht kein Sport-Workout! 🙂 YouTuber Max, der auch den Mc Thunder im aktuellen Video darstellt und die Berliner Bühnenperformance in einem roten Bademantel komplettiert hat, gibt in diesem Video übrigens einen kleinen Einblick in so ein Eskimo Callboy Konzert. Wobei ich anmerken muss, dass die Meute in Berlin mehr abgegangen ist, ich war ja schließlich da, hehe.

Sehr süß war es außerdem, nach dem Konzert noch mit Colin Vieira, dem Bassisten von Slaves zu schnacken.

Was mich unglücklich gemacht hat: War der Ausgang der Wahl! Ich darf nicht anfangen darüber nachzudenken, denn ich habe mich bereits während der Wahl und in den Tagen danach so dermaßen über die Dämlichkeit einiger Wahlbeteiligter aufgregt, dass es schon nicht mehr feierlich war. Um ein bisschen runter zu kommen, hat zum Glück ganz viel Politik-Satire a la heute Show, Extra3 & Co geholfen. Puh…Bleibt abzuwarten was passiert!

Gefühle: In den letzten Wochen bin ich emotional ziemlich damit beschäftigt die Vergangenheit hinter mir zu lassen und mich frei für die Gegenwart und die Zukunft zu machen. Denn darin lebt es sich bekanntlich um Einiges besser, wenn Mensch frei von seinen „Altlasten“ ist. Ganz so leicht ist es nicht, aber ich bleib dran.

Gelernt: Manchmal muss man sich von dem Verabschieden, was man sich wünscht oder gerne hätte, wenn es zu kompliziert wird. Schade, Schade, ist aber nun mal so. Nicht immer lohnt sich der Stress, um etwas zu kämpfen was nicht übrlebensnotwendig ist.

New In: Dieses geile grüne Samt-Blouson und das Hahnentritt-Oberteil, das ihr auf den Bildern seht, dazu ein rosa Woll-Pulli und ein gestreiftes Kleid, sowie eine Voliere für Piepie! Leider ist die Voliere nicht allzu gut in Schuss, weshalb ich noch kräftig am daran rumwerkeln bin, aber ich hoffe dass Piepie bald umziehen kann und dann endlich einen Partner bekommt!
Ich halte Euch auf dem Laufenden, bis dahin habt eine gute Zeit & bleibt bitte auf dieser Welt, solange es euch möglich ist! ❤


Danke liebe Veri für die Bilder und das kurze aber prächtige Wiedersehen! 🙂

Life Update 9/17


Ahoi,
ich sitze gerade im Zug nach Frankfurt am Main, um ein Überraschungsbesuch zu sein, hihi. Das fühlt sich sehr aufregend und lustig an und ich bin irre auf den Moment gespannt, wenn meine nichts ahnende Freundin und ich uns nach 9 Monaten endlich wieder sehen! (Edit: Überraschung perfekt gelungen!) Der Zug rollt und ich nutze die Zeit ganz wie die Deutsche Bahn es immer verspricht, für mich, für ein neues Life Update, denn auf der Suche nach dem Sommer war in meinem Leben in den letzten Wochen so viel los, dass ich kaum dazu gekommen bin mich um den Blog zu kümmern. Ich glaube aber nicht, dass irgendwer den Quatsch vermisst, den ich hier so fabriziere, also bin ich in dem Punkt des häufiger- oder weniger häufiger Postens mittlerweile echt sehr entspannt.

Und vielleicht sind die paar Stunden Ruhe eine gute Möglichkeit, ein bisschen von all dem Trubel der vergangenen Zeit runter zu kommen, schließlich steht mit Beginn des neuen Monats ein nicht minder spannender September bevor! Ich bin jedes Wochenende weg und so sehr ich diesen ganzen Trubel auch mag und mich über jeden Ausflug freue (dieses Jahr stehen noch Budapest, Ostsee, Amsterdam und hoffentlich eine Rückkehr nach Brighton auf dem Plan!!!), für den Oktober wünsche ich mir mal vier Wochen Ruhe. Ich wünsche mir wirklich, die Stadt nicht zu verlassen und die Möglichkeit, mich einfach mal ganz entspannt um grundlegenden Kram zu kümmern. Viel zu erleben ist wunderbar, hat aber auch den Preis, dass man irgendwann gar nicht mehr hinterher kommt, das Erlebte zu verarbeiten und sacken zu lassen. Ich glaube jeder kennt das merkwürdige Gefühl, wenn der Kopf so voll und doch so leer ist, oder?


Was war los:
+ Der im letzten Life Update bevorstehende Trip an die Ostsee, war unschlagbar schön!
+ Mit meinen Lieblingsmenschen ging es danach ganz traditionell zum kleinsten Festival, das mir bekannt ist, zum Jenseits von Millionen. Wir haben exakt eine Band gesehen und uns wie üblich lieber auf dem Campingplatz betrunken und Quatsch gemacht. Außerdem waren wir im Schwanensee baden, ein toller türkis-grüner See, in den es via Affenschaukel, also einem Seil am Baum, ging. Ich habe ein bisschen gebraucht, um meine Angst zu überwinden, aber das Fliegen am Seil, das Abtauchen unter das grüne Wasser, durch dessen Oberfläche genau in dem Moment die Sonne schien – einfach unbeschreiblich!
Übrigens: Wenn man sich knapp eine Stunde Zeit nimmt und ein bisschen Geduld und Ausdauer (da bin ich ganz besonders gut drin, haha #nicht), kann man in einen Smart die Campingausrüstung von fünf Personen, einen Pavillon und einen Beifahrer packen! Da war das Tetris spielen in der Kindheit als doch zu etwas gut! 😀
+ Auf den Spuren meiner Vergangenheit ging es nach dem Festival ins Kinderkrankenhaus Weißensee, welches nur noch eine Ruine ist, dafür aber eine bunte bemalte. Im Gegensatz zu den Lost-Places Touristen, war ich als Kind wirklich mehrfach dort, einmal sogar an Weihnachten und es gibt sogar einen Zeitungsartikel über einen meiner Aufenthalte, weil 1990 eine Änderung der Besuchszeiten veranlasst wurde und meine Mutti dann sogar über Nacht bei mir bleiben durfte. Es war wirklich schräg wieder in diesem Krankenhaus zu sein und wer weiß, vielleicht stand ich sogar in meinem alten Krankenzimmer. Aufregend war’s allemal!


+ Wie schon erwähnt, war außerdem Esra bei mir und es folgte eine Woche Action, denn neben unzähligen Fotoshoots und durch Berlin bummeln, musste ich noch rechtzeitig einige Jobsachen erledigen.
+ Und als wäre diese aufregende Woche nicht genug gewesen, kam da noch Piepsie, ein kleiner Findlingsvogel, der jetzt meiner ist! Zur Zeit bin ich am Planen und Basteln, ich will eine große Vogelvoliere bauen, damit Piepie ein schönes großes Zuhause hat und noch einen Peterle zum Freund bekommt, denn Wellensittiche alleine halten ist gemein.
+ Als Esra weg war, ging es zu einer Geburtstagsfeier, ich habe die Küche und das Wohnzimmer mal wieder umgeräumt und irre viel Zeug weggeschmissen, was sich immer wieder gut anfühlt und letztlich ging es noch mit Freunden für einen Tag an die Ostsee, von Anfang bis Ende ein einfach nur unglaublich toller Tag! Trotz Angst vor mir unbekannten Gewässern habe ich mich in die meterhohen Wellen getraut, das Wasser hat uns alle umgehauen aber ich hab mich selten so lebendig und glücklich gefühlt. Generell lehrt mich das Leben gerade: Mut kann einen wirklich unfassbar weit bringen, ich bin ganz begeistert!

Freude: Über die Erkenntnis einer meiner besten Freundinnen, dass ein doofer Job in einer doofen Stadt nicht das Wichtigste im Leben ist, sie ihn deshalb schmeißt und von München zurück nach Berlin kommt. Ich freu mich so!

3x Nicht erfreut:
1. Eine Woche nachdem ich meinen Führerschein hatte, bin ich 1300 Kilometer gefahren und nichts ist passiert. Dann fahre ich einmal durch die Stadt und werde geblitzt, ich war am Boden zerstört und hab total die Panik bekommen! Noch ist aber nichts gekommen, Daumen drücken!!! Ansonsten hat sich das Auto fahren aber zu einem meiner liebsten Hobbys entwickelt, das hätte ich nie für möglich gehalten.
2. Ich war immer schlecht im Nein sagen, mittlerweile habe ich mich aber gebessert. Was ist passiert? Ich habe mich überwunden und zu mehreren Sachen Nein gesagt und es wurde schlichtweg nicht akzeptiert. Ganz ehrlich: Was soll das?
3. Und auch ein „Nö“ für Ratschläge, nach denen ich nicht gefragt habe.

Ein lachendes und ein weinendes Auge:
Der Herbst ist im Anmarsch und obwohl ich den Herbst total mag, macht mich allein der Gedanke an die dunkle, kalte Jahreszeit furchtbar traurig. Es war doch gar kein richtiger Sommer! Was mich jedoch tröstet, ist die Aussicht auf eine grandiose Konzert-Saison, es kommen so unglaublich viele tolle Bands, die ich gerne mag, juhuuu!

Vickies kleiner Trendradar: Ist euch das auch aufgefallen? Diese drei Dinge sind gerade irgendwie überall:
1. Auffällig viele Menschlein machen sich plötzlich romantische Liebeserklärungen online, eine war so süß, dass ich fast ein Tränchen verdrückt habe, aber sie war nicht an mich haha.
2. Auffällig viele Frauen sind schwanger oder haben gerade ein Kind zur Welt gebracht, wirklich um mich rum ist so viel Schwangerschaftscontent, dass ich befürchte, dass mir das Universum ganz auffällig etwas mitteilen möchte. Zum Glück habe ich ja meinen Welli, da benehme ich mich schon wie die Über-Mutti und das reicht auch erstmal.
und 3. Gefühlt jeder schreibt jetzt ein Buch. Die ersten Bestseller-Autorinnen der Zukunft haben auch schon die Bezeichnung ihres Instagram-Profils in „SchriftstellerIn“ umgewandelt. Welch ein Glück, dass ich von meinem Buch schon den Titel und den den ersten Satz geschrieben habe, höhö. (Hab ich wirklich!) Bei meinem Instagramprofil würde ich aber lieber Überlebenskünstlerin hinschreiben.

Habt ihr noch mehr Trends entdeckt? Wart ihr auch unterwegs? Wart ihr auch mutig? In was? Sommer oder Herbst? Was bewegt die Welt? Lasst mir einen Kommentar da, falls ihr es geschafft habt, bis hier zu lesen. ❤

Zum wirklichen Ende dieses kurzen Beitrags (höhö) noch ein paar weise, liebende Worte von Sleeping With Sirens-Sänger Kellin Quinn, denn er hat soo recht mit dem was er da geschrieben hat!

Life Update 8/17: Life Is A Rollercoaster Baby!

Jetzt mal ganz ehrlich: Ich weiß nicht, wo genau ich anfangen soll! In meinem Wohnzimmer klimpert eine pastellfarbene Wimpelkette, in der Küche stapelt sich dreckiges Geschirr neben den Pizza-Resten von gestern Abend, gestern bin ich übrigens 29 Jahre alt geworden, ich habe plötzlich wieder so etwas wie einen Job, bzw. gleich mehrere (haha „wenn schon, denn schon“), vorgestern habe ich (endlich, endlich, endlich!) die praktische Fahrprüfung bestanden, den Sonntag davor habe ich auf dem Flohmarkt verbracht, um alten Kram zu verscherbeln, davor war ich bei einer plötzlich hochschwangeren Freundin zur Baby-Party, davor war die Fashion Week, davor war ich im Computerspiele Museum, davor war ich beim Konzert von A Day To Remember und Blink182 – davor, davor, davor… Ihr seht schon: Mein Leben ist in vollem Gange und irgendwo zwischen JubelTrubelHeiterkeit und Tränen versuche ich klar zu kommen, auf diesen Hurricane von Leben, der gerade über mir hinweg fegt und alles Erlebte mal in Ruhe zu verarbeiten.

All the feels: Ich weiß nicht was genau da im Universum abgeht, aber ich hatte lang kein vergleichbares emotionales Auf und Ab mehr, wie in den letzten Wochen. So viel Traurigkeit und so viel Freude, so viel Wechselbad der Gefühle – ich weiß wirklich nicht, wie man damit umgeht, aber meine bisher daraus geschlossene Weisheit ist, dass es -egal was kommt- immer irgendwie weiter geht.

Da ich beschlossen habe, dieses Jahr keinen extra Berlin Fashion Week Beitrag zu machen, folgt an dieser Stelle ein kleines FW-Update: Mercedes-Benz ist raus, das macht aber nix, weil ich sicher eh nie einen fetten Mercedes fahren werde, Jules Mumm hat sich als Sektsponsor klammheimlich davon geschlichen und alle mussten die Woche ohne das lebenserhaltende Prickelwasser durchstehen und die allseits beliebten Goodie Bags haben sich in Gähnende-Leere Bags verwandelt. Dennoch hat das natürlich die auf ewig gleichen unverschämten Menschen nicht davon abgehalten, sich die Tüten fremder FW Gäste zu stibitzen. Ein noch dreisterer Dieb hat meiner süßen Esra das Handy geklaut, bevor auch nur einer von uns den Begriff Fashion Week aussprechen konnte und außerdem gab’s die gleichen gähnend-langweiligen Selbstdarsteller und Blogger Gespräche über Followerzahlen wie eh und je. Also alles beim Alten. Ein bisschen feine Mode und lustige Girlie-Momente gab’s natürlich trotzdem.

Weil Selbstdarstellung bei der Fashion Week mittlerweile wichtiger ist als die Arbeiten der Designer, zeigt diese Collage in erster Linie mich. Tja.




Wahnsinnig gefreut
habe ich mich über das Kompliment des Modelabels Antonia Goy. Auf meinen Show-Bericht zur neuen Kollektion folgte ein unfassbar süßes Feedback. Das Designteam hinter dem Label schrieb meinem Chefredakteur: „Vielen herzlichen Dank für den tollen Support und das klasse Feature über unsere Show von Victoria im Superior Mag! Bist Du so nett und leitest ihr unser DANKE! weiter? Wir freuen uns riesig, dass Ihr in der Show wart und mögen das Feature super gerne…. “ – So eine liebenswürdige Wertschätzung meiner Arbeit ist mir zum ersten Mal passiert und gibt der Fashion Week letztlich doch einen süßlichen Nachgeschmack! 🙂

Wir nehmen die Fashion Week übrigens immer sehr ernst.

Ziemlich mitgenommen haben mich während der Fashion Week die Ausschreitungen um den G20 Gipfel in Hamburg. Es war so unfassbar unreal zwischen Menschen zu stehen, die keine geringeren Probleme als einen leeren Handyakku oder das perfekte Selfie hatten, während in meinen Insta-Stories live zu sehen war, wie gefühlt ganz Hamburg gebrannt hat. Was für eine furchtbar schräge Welt! Auch viele Reaktionen im Internet auf den „bösen schwarzen Block“ waren vollkommen unangemessen und total daneben, ich will gar nicht wissen wie viele Trittbrettfahrer sich in die Masse gemischt und dafür gesorgt haben, dass die eh schon aufgeheizte Stimmung eskaliert.
Natürlich macht es keinen Sinn, Autos anzuzünden und Läden zu plündern, aber noch weniger Sinn macht Polizeigewalt und das verallgemeinernde Urteilen über Menschen, von denen man nicht weiß, was sie wirklich dazu gebracht hat, das zu tun, was sie getan haben. Und was auf beiden Seiten immer wieder vergessen wird: Egal ob Polizist oder Krawallbruder – das sind alles Menschen!
Und während irgendwie niemand versteht und erklären konnte, warum der G20 ausgerechnet in Hamburg stattfand, schließe ich mich der waghalsigen Behauptung an, dass es hier vielleicht eigentlich nur um die Schließung der Roten Flora gehen könnte… 😦 #pfui

Gefragt: Habe ich mich immer noch, warum die Zeit so unfassbar schnell rast und was das eigentlich für ein Arschloch-Sommer ist!? Ständig und immer nur Regen, was soll der Mist?

Gelernt: Habe ich pünktlich zum neuen Lebensjahr, dass starke Mangel in der Kommunikation zu einer noch stärker enttäuschten Vickie führen können, Enttäuschung ein echt beschissenes Gefühl ist und ich noch nicht fähig bin, mit diesem doofen Gefühl richtig umzugehen.

Auf dem Plan: Da ich ja jetzt stolze Besitzerin eines Führerscheins bin, will ich weg, ans Meer! Nächste Woche! Ich bin so gespannt, ob das alles klappt. Aber ich habe dringendes Meerweh und möchte mich erholen. Und vielleicht das ein oder andere neue Abenteuer erleben, meine erste alleinige Autofahrt durch Friedrichshain war da schon mal ein guter Anfang. Ich habe auch nur ein ganz kleines Verkehrschaos ausgelöst, hihi. Spaß hat’s trotzdem gemacht und ich habe Benzin geleckt (also rein metaphorisch, versteht sich). In dem Sinne:

Muttis Pool ist cool, aber ich will Meer!

 

Life Update 7/17: kleines Erlebnis-Potpourri

Oh je, seit dem letzten Life UpDate ist die Zeit ganz dreist davon gerast und während ich noch versuche, die vielen Erlebnisse der vergangenen Wochen zu verarbeiten, fühlt sich mein Kopf total voll und durcheinander an. Ich sollte wohl mal innehalten, kurz Pause machen und mich sortieren. Aber erstmal gibt’s hier ein buntes Erlebnis-Potpourri, mitten aus dem Vickie-Leben!

life-update-7-17-1

Was war los? Und plötzlich war Sommer. Dank einigen wunderbar warmen Tagen habe ich bereits Unmengen an Eis genascht und hing häufig bei meinen Lieblingsfreunden im Garten rum. Und auch sonst war ich ziemlich viel unterwegs: Ich besuchte die Jugendweihe meines süßen Neffen, war richtig lecker essen auf der Thai-Wiese im Preußenpark (da kochen thailändische Muttis Originalrezepte unter kleinen bunten Sonnenschirmen, ein Geheimtipp ist das allerdings schon lange nicht mehr!), radelte beim traditionellen Männertags-Radeln (in unserem Freundeskreis dürfen die Mädels nämlich auch mit) um den Müggelsee, kurz danach hing ich drei Tage ganz entspannt in der schönen Uckermark rum (vorzugsweise in der Hängematte), mit der lieben Veri verbrachte ich einen schönen Abend am Badeschiff und musste feststellen, dass ich viel zu selten dort bin, obwohl es wunderschön ist und ich direkt gegenüber wohne, dann ging es noch zum Trödeln nach Frankfurt Oder und der Pfingstsonntag stand im Zeichen des heiligen Spanferkelchens, das ich nicht esse. Ich habe kräftig den Abschied meiner Lieblingsfreundin Elsi kräftig gefeiert, weil sie jobbedingt in unsere Nicht-Traumstadt München ziehen muss stand und war in Hamburg.

Highlight: Der Ausflug nach Hamburg zum RAWK Attack, einem Konzert mit 5 Bands, also fast schon ein mini Ein-Tages Festival. Ich wollte endlich und unbedingt eine meiner Lieblingsbands Issues live sehen, aber nicht nur die, sondern auch Crown the Empire, Pierce the Veil, State Champs und Sleeping With Sirens sind aufgetreten und  gerade letztere haben mich total mitgenommen. Das Konzert war ein großes Gefühlsding, weshalb ich gestern Abend gleich noch mal hier in Berlin zum Pendant des Ganzen gegangen bin. Meine Stimme ist heute ziemlich im Eimer, aber mein Herz voll mit Liebe. Zum einen für Issues, aber auch für Good Charlotte, die beim Berliner Konzert -anders als erwartet- eine echt super Show geliefert haben und auch für Kellin Quinn, den Sänger von Sleeping With Sirens. Die Band mag sehr Emo sein und ihre Fangemeinde besteht wohl überwiegend aus kleinen Fan-Girls, aber ich kann es ihnen nicht verübeln, da die Band live einfach super motiviert und mitreißend ist und trotz der doch eher traurigen Songs, die Masse einfach fröhlich gefeiert hat. Konzerte sind einfach das beste Heilmittel für alle emotinal miserablen Lebenslagen!!!

Ich habe zum ersten Mal:

  • ein Fahrrad geputzt (kein Witz haha)
  • Kumpir gegessen
  • Flip Cup und Bier Pong gespielt. Gerade Flip Cup ist gemein, weil es als Spiel so wunderbar gemeinschaftlich ist, man aber dennoch extrem schnell trinkt. Herrjeh. 
  • außerdem war ich zum ersten Mal in der Teledisko, das ist eine umgebaute Telefonzelle, die auf dem RAW Gelände steht. Man steckt Geld rein, sucht sich einen Song aus und tanzt dann bei buntem Diskolicht und Nebel in dieser Telefonzelle. Partyspaß garantiert und zwar zu jeder Tageszeit. Ein echter Stimmungsknaller 🙂 

    teledisko-berlin-raw-geländeNew Out: Ich habe meinen Fernseher verkauft und es fühlt sich gut an! Der war eh seit Monaten schon nicht mehr an, ich hab wirklich keinen Plan was überhaupt noch so im TV läuft, ist mir auch egal, denn jetzt steht er nicht mehr hier und ich hab Platz und einen Staubfänger weniger, yay! 

    Gefragt: Habe ich mich, warum im Sommer die Zeit so ultraschnell rast, während der Winter hingegen immer eeewig dauert?

    Gefühlt: Von allem zuviel.

    Wünsche: einen Job, ein Schlauchboot für Badeausflüge und Geld, das ich zum Tätowierer tragen kann, ich hab sehr große Lust auf ein neues Tattoo! Das Geld vom verkauften Fernseher ist natürlich für eine Runde Fahrschule drauf gegangen, es gibt übrigens einen neuen Folter-Termin für mich, aber der ist noch ein bisschen entfernt…

    ich-wünsche-mir-ein-schlauchboot

    Gedacht: Dass ich das gut mache, ich führe gerade ein durchaus verkorkstes Leben und hab Spaß dabei. Und: Ich lebe! 🙂 Irgendwie geht es ja immer weiter! Haben auch Good Charlotte gestern gesagt. In dem Sinne, genießt den Sommer, genießt Jubel, Trubel und alles, was zum Leben eben so dazu gehört! ❤

    hdr
    Das Leben ist schließlich genauso bunt wie dieser Papageienkuchen, den ich mittendrinn auch noch irgendwann gebacken bekommen habe. War lecker.

    lebe-genau-jetzt

Life Update 5/17

Der typische Bloggerbeitrag beginnt meist in etwa so: Während ich diese Zeilen hier tippe, liege ich mit ner Kokosnuss am Strand von Acapulco und lasse mir gerade die Sonne auf den Bauch scheinen. Bei mir ist das nicht der Fall, bei mir ist das mehr so: Während ich diese Zeilen hier tippe, habe ich gerade so die Fähigkeit zurück erlangt, ohne stechenden Schmerz in Kopf und Augen auf den Bildschirm meines Laptops zu gucken. Eine fiese Nierenentzündung hat mich seit Montag außer Gefecht gesetzt und vor Schmerz und Fieber wand ich mich in den vergangenen Tagen, wimmernd vor lauter Schmerzen wie ein kleiner Wurm im Bett, bin förmlich mit meinem Heizkissen zusammen gewachsen, hatte einen schnöden Antibiotika-Trip und habe mein Leid in Millionen Tropfen Tee ertränkt. Was für ein Leben!

forever-the-sickest-kid-2

Aber es geht aufwärts und zumindest die heilige Fähigkeit des Bildschirm-Starrens habe ich schonmal zurück erlangt, deswegen folgen an dieser Stelle ein paar News, die heißer sind als meine fiebrige Stirn!

waslosbanner-3

Brighton war wunderschön und hat mir und meiner seelischen Verfassung einfach unglaublich gut getan, sodass ich es nach meiner Rückkehr geschafft habe mein vermeintlich verkorkstes Leben recht locker zu nehmen und über Pleiten, Pech und Pannen einfach mal zu lachen.

dont-care-my-darling

Und so ganz nebenbei mischten sich ein paar wunderbare Momente in mein Leben: Der Frühling kam ganz plötzlich (und ist auch schon wieder weg, also ein klarer Fall von Hurraa – ach nee, doch nicht), ich saß Marzipanstrudel naschend am Spreeufer, hatte einen wunderbaren Tag mit der zauberhaften Veri, (der ich nicht nur tolle Fotos, sondern auch noch lecker Eis zu verdanken habe! ❤ ) Hatte Kaffee in der Sonne auf dem Balkon und viele lustige Gespräche mit meiner Mitbewohnerin, das erste Eis des Jahres mit Muttie, stand mit Freunden auf dem Dach ihres Hauses und habe über Berlin geguckt und zum ersten Mal war ich beim Hipster Shiso Burger in Mitte. War okay, aber ich ess meinen Burger lieber ohne Hipster drumrum, Mitte ist mir einfach too much.

vickievonfreedrinkshain-life-update-5-17

Auch in der Fahrschule ging es voran, ich bin jetzt mit allen Sonderfahrten durch und sie waren sogar so gut, dass ich echt Spaß beim Fahren entwickelt habe. Am Montag ging es mir allerdings schon nicht so gut und plötzlich lief alles schief – es folgte ein emotional Breakdown mit Weinen im Fahrschulauto. Gar nicht dramatisch, äußerst erwachsen und ich bin immer noch so genervt, wenn ich an die Fahrstunde denke! ARGH! Alles was ich mir wünsche ist, dass das endlich aufhört!!!

people-suck-2

youre-my-white-tiger
Herzzerreißend:
Ich habe gerade eine ganze Reihe an coolen neuen Lieblingsliedern, lustigerweise alle von unterschiedlichen Bands aber bin mal wieder verliebt in ein Lied. Beim Hinhören empfinde ich es als ein ungewöhnlich-schönes Liebeslied, das Video allerdings hat mich sehr traurig gemacht. Also vielleicht lieber nicht hinsehen.

In Laune für: Selbermachen. Ich hab zur Zeit enorme Lust einigen kreativen Projekten nachzugehen. Käsekuchen mit Oreo-Keks backen zum Beispiel. Eine Blumenampel knüpfen oder meine Handlettering Fähigkeiten verbessern und kleine Oster-Basteleien vorbereiten. (Eier anmalen sehe ich als grausame Verschwendung!!!)
Herrje! Ich bin voller Ideen- und Tatendrang, gemein dass mich meine Niere erstmal kräftig ausgebremst hat. Aber ich glaube die Antibiotika schlagen so langsam an und hoffe, dass ich einfach wie ein Wirbelwind durchstarten kann, wenns mir wieder besser geht. Ganz egal was alle bedrängenden Nörgler so zu melden haben. Ich wünsche Euch einen schönen Tag. CiaoTschüssi. 😉

sundayfunday-1